Welche Objekte als Montafoner Baukultur ausgezeichnet wurden

Stand Montafon und Heimatschutzverein zeichneten heuer sechs wertvolle Baukulturobjekte aus.
Montafon Der Gemeindeverband Stand Montafon engagiert sich bereits seit vielen Jahren, um die Bausubstanz und auch die Baukultur des Montafons dokumentieren und erforschen zu lassen.
Daraus hat sich in einem intensiven Prozess unter anderem die Auszeichnung Montafoner Baukultur herauskristallisiert, welche nach der Premiere 2015 im Zwei-Jahres-Rhythmus und damit heuer bereits zum vierten Mal vergeben wurde.

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Ein wichtiger Aspekt der Montafoner Kulturlandschaft ist die Baukultur im Tal und der fachgerechte und beispielgebende Umgang mit Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen. „Einige dieser Vorhaben haben bereits dazu geführt, dass Gebäude von bauhistorischem und heimatkundlichem Wert unter erheblichem finanziellem Aufwand und großem Arbeitseinsatz der Eigentümer für die Nachwelt erhalten werden konnten“, schildert der Montafoner Standesrepräsentant und Bürgermeister Jürgen Kuster. „Früher hat es jedoch an der Möglichkeit gefehlt, solche Gebäude als Teil des baukulturellen Erbes des Montafons vor Ort zu kennzeichnen und somit die Allgemeinheit darüber zu informieren, und vor allem auch den Eigentümern die verdiente Anerkennung angedeihen zu lassen“, so Kuster weiter.

Ins Blickfeld rücken
Aus diesem Grund vergibt der Stand Montafon in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzverein seit dem Jahr 2015 im Zwei-Jahres-Rhythmus eine offizielle Anerkennung in Form einer Kennzeichnung als Montafoner Kulturgut. Gebäude aus dem gesamten Spektrum der Montafoner Baukultur (Landwirtschaft, Tourismus, Wasserwirtschaft, etc.), die in gutem Bauzustand erhalten, weiterentwickelt oder fachgerecht restauriert wurden, können mit dem Signet Montafoner Baukultur gekennzeichnet bzw. ausgezeichnet werden. Bis dato sind in der Talschaft 24 solcher Baukulturgüter gekennzeichnet worden. Auch heuer hat die Jury, d. i. Barbara Keiler (Bundesdenkmalamt), Clemens Quirin (Vorarlberger Architekturinstitut) sowie Baumeister Thomas Mennel und Bauforscher Raimund Rhomberg, wieder mehrere wertvolle Gebäude aus dem gesamten Spektrum der Montafoner Baukultur bewertet und schließlich sechs Objekte für die Kennzeichnung mit dem Signet Montafoner Baukultur ausgewählt.

Festakt im Kunstforum
Im Rahmen eines Festaktes wurden die Kennzeichnungen im Kunstforum Montafon an die engagierten Eigentümer und Behördenvertretungen übergeben. So dürfen sich heuer Elisabeth Brändle für ihr Haus Benedikta in Vandans und Familie Fitsch für ihren Getreidespeicher in Schruns freuen. Auch Montafon und Gargellen Tourismus mit der Agrargemeinschaft Ausschlag Gargellen wurden für das Projekt Kalkofen im Rahmen des Gargellner Fensters prämiert, ebenso wie die Maisäßgenossenschaft Ausschlag Netzen für den Maisäß Oberer Netza in Gortipohl und die Agrargemeinschaft Bella Maisäß für das Maisäßensemble in Partenen. Ausgezeichnet wurden heuer auch drei Brücken (Radbrücke Lorüns, Radbrücke Schruns-Tschagguns und die Holzbrücke in Galgenul) stellvertretend für alle gedeckten Brücken in der Talschaft.

Ein Überblick der als Montafoner Baukultur gekennzeichneten Objekte samt den Jurybegründungen sind online auf www.montafoner-baukultur.at live geschaltet. Die nächste Verleihung findet in zwei Jahren statt.