Kinderschreckalarm in Vorarlberg

Vorarlberg / 09.12.2021 • 18:30 Uhr
Kinderschreckalarm in Vorarlberg
Auch wenn die Ermittlungen gegen Unbekannt bisher ergebnislos blieben: Die Polizei bleibt weiterhin aufmerksam. Symbol/Paulitsch

Ein Unbekannter soll versucht haben, mit Süßigkeiten ein Schulkind ins Auto zu locken.

schwarzach Beunruhigende Nachrichten aus dem Oberland: An diesen Schulen werden die Kinder und deren Eltern derzeit gewarnt.

Am Donnerstagvormittag versandte Simon Hagen, Direktor der Volksschule Rankweil-Montfort, auf elektronischem Wege eine Mitteilung an die Eltern seiner Schützlinge. Inhalt des Schreibens: In Muntlix habe ein Mann ein Schulkind aus dem Auto heraus angesprochen und ihm Süßigkeiten angeboten. Das Kind solle zu ihm einsteigen. „Ich darf sie ersuchen, Ihr Kind zu sensibilisieren. Wir werden dies in der Schule auch tun“, so die Anregung Hagens an die Eltern. Von plötzlicher Furcht und Unruhe habe er jedoch nichts bemerkt, versicherte der Volksschuldirektor den VN am Donnerstagnachmittag. „Bisher sind jedenfalls noch keine Rückmeldungen bei mir eingegangen.“ Auch der Schulbetrieb sei dadurch in keiner Weise beeinflusst worden.

Hagen selbst wurde von der Direktorin der Volksschule Muntlix, Anne-Colette Walleczek, über den angeblichen Vorfall informiert. Walleczek bestätigte auch den VN: „Ein Schulkind hat es mir erzählt und ich daraufhin die Polizei darüber informiert. Ebenso sensibilisierte ich Eltern und Kinder, ohne jedoch Panikmache zu erzeugen.“

Aufregung im Sommer

Es begann im vergangenen Juni. Das Phantom des Kinderschrecks beherrschte die Schlagzeilen. Vor allem aus dem Oberland gingen bei der Polizei Meldungen über jenen unbekannten Mann ein, der in der Nähe von Volksschulen und Kindergärten Minderjährige in sein dunkles Auto zu locken versuche. Einmal mit „Glückskeksen“, ein anderes Mal mit „Babykätzchen streicheln“.

Für die Polizei stand die Fahndung nach dem Unbekannten auf der obersten Agenda. Doch sie blieb bis heute ergebnislos. „Wir haben bislang nichts Handfestes“, räumte Polizeisprecher Horst Spitzhofer am Donnerstag gegenüber den VN ein. Seit einem wahren „Hype“ im Sommer seien bislang nur noch gelegentlich Meldungen über ähnliche Vorfälle eingegangen. Doch die Beschreibungen und Schilderungen über den Unbekannten divergierten immer mehr. Man bleibe dennoch wachsam, die Ermittlungen in der Angelegenheit seien Sache des Landeskriminalamtes, sagte Spitzhofer.