Zweites Adventfenster geöffnet

Im Sozialzentrum Bürs wurde der 2. Adventsonntag gefeiert.
Bürs „Ich finde es ganz wichtig, dass auch in veränderten Zeiten Traditionen gelebt werden“, erklärte Wolfgang Purtscher, Leiter des Sozialzentrums Bürs. „Insbesondere für unsere Bewohner bietet die Gestaltung von Festen im Jahreskreis eine willkommene Abwechslung. Da wir nur 23 Bewohner haben, können wir recht flexibel agieren und im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Ausgleich zu den veränderten Besuchsregelungen bieten.“
So wurde am vergangenen Sonntag ein Nikolausfest veranstaltet: „Das Warten auf den Nikolaus war für unsere Senioren genauso spannend wie für kleine Kinder, sie konnten es kaum erwarten, bis der Nikolaus dann endlich eintraf.“ Wie jedes Jahr schlüpfte der frühere Bürgermeister Helmut Zimmermann in das Nikolauskostüm und stattete den Bewohnern einen Besuch ab. Außerdem gab es eine fröhliche Rikschafahrt mit dem Nikolaus und Knecht Ruprecht durch Bürs, die bei Spaziergängern sehr gut ankam. „Schau einmal, der Nikolaus auf dem Fahrrad“, rief so manches Kind begeistert.

Adventfenster mit Maria und Josef
Nachdem sich der Nikolaus bei den Bewohnern verabschiedet hatte, fand ein weiterer, recht feierlicher Programmpunkt statt: Das zweite beleuchtete Adventfenster wurde nun auch im Sozialzentrum eröffnet. Als Motiv sind im Fenster des Sozialzentrums die hochschwangere Maria auf dem Esel und Josef auf der Flucht zu sehen. „Wir werden das Fenster in der ganzen Vorweihnachtszeit beleuchten“, so Wolfgang Purtscher. Die Idee zu den Advendfenstern, die an den jeweiligen Adventsonntagen an unterschiedlichen Orten in Bürs eröffnet werden, hatte Vroni Salzgeber, Obfrau des Krippenbauvereins Bürs. „Die stille Zeit in nun gekommen, hat meine Sehnsucht aufgenommen. Die Stille – das Hoffen auf eine bessere Welt und Liebe, die uns zusammenhält“, trug sie in eigenen Worten den Bewohnern des Sozialzentrums vor, die in einem Kreis direkt vor dem Sozialzentrum versammelt waren.

Ein Feuer in der Feuerschale, Glühmost und Adventmusik vom Plattenwagen vermittelten eine stimmungsvolle, vorweihnachtliche Atmosphäre. „Normalerweise spielt bei uns Live-Musik. Nachdem das heuer nicht möglich ist, haben wir uns mit unserem Plattenwagen beholfen, der bei uns ständig im Einsatz ist“, berichtet Wolfgang Purtscher. Die Stimmung unter den Bewohnern und deren Betreuern war großartig. Es wurde gesungen und gelacht. „Wir hoffen auf eine Lockerung der Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie, denn dann möchten wir gerne auch unseren Besuchern ein vorweihnachtliches Ambiente – gemeinsam mit unseren Bewohnern – bieten. Das wäre sehr schön, wenn dies stattfinden könnte“, hofft der engagierte Heimleiter auf weitere Festmöglichkeiten. BI
