Senderbrücke kommt in Fahrt

Vorarbeiten sollen in den kommenden Tagen starten. Fertigstellung im Mai geplant.
Dornbirn, Lauterach Anfang September ist die Straßenverbindung durch das Lauteracher Ried für Autofahrer und Motorradfahrer zur Sackgasse mutiert: Nach einer Brückenprüfung ließ das Land die Senderbrücke, wie mehrfach berichtet, für den motorisierten Verkehr mit sofortiger Wirkung sperren. Gefahr in Verzug! Seither darf der denkmalgeschützte Übergang nur noch von Fußgängern oder Radfahrer benutzt werden. Die gute Nachricht für alle, die seither Umwege in Kauf nehmen müssen: Ein Ende der Sperre ist in Sicht. In spätestens einer Woche soll mit den Vorarbeiten für den Neubau begonnen werden, sagt Thomas Fitz von der Landesstraßenbauabteilung.

Plan A war, die Brücke so weit zu sanieren, dass sie solange wieder benutzt werden kann, bis das Ersatzbrückenprojekt, das schon seit längerem in Planung ist, umgesetzt ist. Diese Rechnung hatten die Verantwortlichen allerdings ohne das Bundesdenkmalamt gemacht. Da zu starke Auswirkungen auf das Erscheinungsbild bzw. das Tragsystem der Brücke befürchtet wurden, legten die Denkmalpfleger ein Veto gegen die Sanierung ein. Das Land musste somit zu Plan B greifen. Sprich: Das Projekt Ersatzbrücke wird um ein Jahr vorgezogen; unmittelbar neben der über 140 Jahren alten Holzbrücke, werden flussaufwärts zwei Standardstahlbrücken errichtet, eine lange über die Dornbirnerach und eine kurze über den Elsässergraben.

Bevor mit dem eigentlichen Bau der Tiefgründungen, Fundamente oder Widerlager begonnen wird, muss eine alte Pegelstelle der Wasserwirtschaft ersetzt und eine rund 200 Quadratmeter große Streuwiese auf das angrenzende Grundstück umgesiedelt werden. „Diese Arbeiten möchten wir bis Weihnachten abschließen, damit wir Mitte Jänner mit den Hauptarbeiten beginnen können“, erläutert Thomas Fitz. Zum Einsatz kommen Behelfsbrücken wie auch vom Bundesheer verwendet werden. Ziel ist, dass Mitte Mai die ersten Fahrzeuge über die neue Brücke fahren. Wie bisher soll eine Tonnenbeschränkung gelten. Gleichzeitig ist bei der Autobahnanschlussstelle Wolfurt eine neuer, größerer Umkehrplatz für Lkw geplant.