Bludenz: Jugend schon bald neu am Werk

Vorarlberg / 28.11.2021 • 16:48 Uhr
Jugend am Werk soll am bestehenden Standort ein neues Betriebsgebäude bekommen.<span class="copyright">VN/JS</span>
Jugend am Werk soll am bestehenden Standort ein neues Betriebsgebäude bekommen.VN/JS

Standort Jugend am Werk Bludenz soll dank neuem Gebäude in der Spitalgasse gehalten werden.

Bludenz Das Betriebsgebäude des Vereins Jugend am Werk zwischen dem Landeskrankenhaus und der SeneCura in der Bludenzer Spitalgasse ist in die Jahre gekommen. Die Bausubstanz des rund 60 Jahre alte Gebäudes ist schlecht, zudem entspricht das Haus nicht mehr den modernen Anforderungen. Aus diesem Grund steht das Gebäude seit rund einem Jahr leer. Damit das nicht so bleibt bzw. eine effiziente Weiterführung des Standortes Bludenz denkbar ist, ist die Errichtung eines Neubaus vorgesehen.

Zusätzliche Flächen

„Wir sind schon lang mit diesem Projekt beschäftigt“, informiert Jugend-am-Werk-Obmann Michael Tinkhauser, dass es sich dabei um kein einfaches Unterfangen handelt. Grund dafür sind die Besitzverhältnisse, die sich als recht kompliziert darstellen. Das bestehende Gebäude ist im Besitz des Vereins Jugend am Werk, der zwischenzeitlich in die Integra Vorarlberg integriert wurde. Das angrenzende Grundstück gehört der Stadt Bludenz, wobei die Vogewosi über ein Baurecht verfügt. Jüngste Überlegungen sehen eine südöstliche Erweiterung des rund 750 Quadratmeter großen Jugend-am-Werk-Areals um weitere 350 Quadratmeter vor. Darauf soll von der Vogewosi im Auftrag der Arbeiterkammer Vorarlberg als Investor ein dreigeschossiges Gebäude im Baurecht errichtet werden.

Das Gebäude wurde bereits ausgeräumt.
Das Gebäude wurde bereits ausgeräumt.

Betrieb langfristig gesichert

Das neue Betriebsgebäude mit einer mindestens so großen Nutzfläche wie bisher soll von der Integra Vorarlberg für einen Zeitraum von 20 Jahren wieder als Jugendwerkstätte betrieben werden. Konkret ist vorgesehen, dass die ersten beiden Geschosse von der Integra Vorarlberg als Jugendwerkstätte gemietet werden. Im dritten Geschoss sollen Dienstwohnungen für das Landeskrankenhaus und die SeneCura Bludenz neu entstehen. „Die Stadt Bludenz unterstützt diese Neubauprojekt schon von Anfang an. Seit über 60 Jahren macht Jugend am Werk hier eine sehr gute Arbeit. In diesem Sinne ist für uns ein Neubau nur zu begrüßen. Dadurch wird diese wichtige Bildungseinrichtung für Jugendliche für mindestens weitere 20 Jahre abgesichert“, begründet Bürgermeister Simon Tschann gegenüber den VN die positive Stellung der Stadt Bludenz zum Neubauvorhaben der Jugendwerkstätte in der Spitalgasse.

Laut Michael Tinkhauser soll nach der rechtlichen Weichenstellung im kommenden Frühjahr mit der Planung des dreigeschossigen Neubaus begonnen werden. Wann der Baustart erfolgen kann und wie hoch die Baukosten sind, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Einzelne Maschinen sind übriggeblieben.
Einzelne Maschinen sind übriggeblieben.

Stichwort Jugend am Werk

Jugend am Werk ist eine Berufsvorschule für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Rund 50 Schüler aus den Bezirken Feldkirch und Bludenz, die allesamt auf Lehrstellensuche sind und vom AMS ein Taggeld bekommen, wurden in den letzten Jahren hier unterrichtet, wobei sich Theorie- und Praxisunterricht wöchentlich abwechselten. Im Praxisunterricht konnte in den drei Werkstätten zwischen den Bereichen Textil und Kreatives, Holz und Metall gewählt werden. Unterricht gab es in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie, Geografie, PC-Unterricht, Geschichte sowie Projektunterricht.