Hier ist die Jugend bald wieder neu am Werk

Jugend am Werk Standort Bludenz soll dank neuem Gebäude inklusive Betriebswohnungen in der Spitalgasse gehalten werden.
Bludenz Das Betriebsgebäude des Vereins Jugend am Werk zwischen dem Landeskrankenhaus und der SeneCura in der Bludenz Spitalgasse ist in die Jahre gekommen. Die Bausubstanz des rund 60 Jahre alten Gebäudes ist schlecht, zudem entspricht das Haus nicht mehr den modernen Anforderungen. Aus diesem Grund steht das Gebäude seit rund einem Jahr leer. Damit das nicht so bleibt bzw. eine effiziente Weiterführung des Standorts Bludenz möglich ist, ist die Errichtung eines Neubaus vorgesehen.
Zusätzliche Flächen
„Wir sind schon lange mit diesem Projekt beschäftigt“, informiert Obmann Michael Tinkhauser, dass es sich dabei um kein einfaches Unterfangen handelt. Grund dafür sind die Besitzverhältnisse, die sich als recht kompliziert darstellen. Das bestehende Gebäude ist im Besitz des Vereins Jugend am Werk, der zwischenzeitlich in die Integra Vorarlberg integriert wurde. Das angrenzende Grundstück gehört der Stadt Bludenz, die Vogewosi verfügt über ein Baurecht. Jüngste Überlegungen sehen eine südöstliche Erweiterung des rund 750 Quadratmeter großen Jugend-am-Werk-Areals um weitere 350 Quadratmeter vor. Darauf soll von der Vogewosi im Auftrag der Arbeiterkammer Vorarlberg als Investor ein dreigeschossiges Gebäude im Baurecht errichtet werden.
Betrieb langfristig gesichert
Das neue Betriebsgebäude mit einer mindestens so großen Nutzfläche wie bisher soll von der Integra Vorarlberg für einen Zeitraum von 20 Jahren wieder als Jugendwerkstätte betrieben werden. Konkret ist vorgesehen, dass die ersten beiden Geschosse von der Integra Vorarlberg als Jugendwerkstätte gemietet werden. Im dritten Geschoss sollen Dienstwohnungen für das Landeskrankenhaus und die SeneCura Bludenz entstehen. „Die Stadt Bludenz unterstützt dieses Neubauprojekt schon von Anfang an. Seit über 60 Jahren macht Jugend am Werk hier eine sehr gute Arbeit. In diesem Sinne ist für uns ein Neubau nur zu begrüßen. Dadurch wird diese wichtige Bildungseinrichtung für Jugendliche für mindesten weitere 20 Jahre abgesichert“, begründet Bürgermeister Simon Tschann gegenüber den VN die positive Stellung der Stadt Bludenz zum Neubauvorhaben der Jugendwerkstätte in der Spitalgasse.
Laut Michael Tinkhauser soll nach der rechtlichen Weichenstellung im kommenden Frühjahr mit der Planung des dreigeschossigen Neubaus begonnen werden. Wann der Baustart erfolgen kann und wie hoch die Baukosten sind, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

