Vorarlberger Polizisten gegen Impf- und Maskenpflicht

Scheinbar 50 Polizisten aus Vorarlberg sollen einen offenen Brief verfasst haben.
Bregenz “Wir sind eine Reihe von kritischen und wachsamen Polizisten aus Vorarlberg, die ihren demokratischen und moralischen Kompass noch nicht verloren haben und können die Maßnahmen der Regierung nicht mehr mittragen, sowie den momentanen Entwicklungen nicht mehr tatenlos zusehen.” So beginnt ein anonymer offener Brief an die VN-Redaktion, gerichtet an die heimische Politik.
In dem Brief wird ein Ende des Impfzwangs für Kinder und Erwachsene gefordert, Antikörpertests statt 2G als Nachweis der Immunität, ein Ende von “Panikmache und Gewaltsprache” wie auch der Dialogverweigerung sowie der Maskenpflicht.
Verfasser waren wohl auch auf Demo
Hinter dem Brief, der nicht unterzeichnet ist, sollen bis zu 50 Polizisten stehen. In den entsprechenden Foren versichert man außerdem, dass die Urheber am Samstag in Wien als “Polizisten für Freiheit und Grundrechte” demonstriert haben.
Um es in Relation zu setzen: In Vorarlberg sind rund 1100 Polizisten tätig. Die Polizeiinspektion Dornbirn, als eine der größten im Land, umfasst knapp über 60 Polizisten. Unterm Strich wären es, wenn die Angabe stimmt, 4,5 Prozent der Vorarlberger Polizei.
Polizei geht von Echtheit aus
Vonseiten der Landespolizeidirektion Vorarlberg geht man von der Authentizität des Briefes aus. Die Urheber seien jedoch nicht bekannt, man könne daher weder die genannte Zahl noch deren Teilnahme an den Protesten bestätigen.

Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher findet gegenüber den VN klare Worte: “Wir stehen als Landespolizeidirektion da absolut nicht dahinter. Ob das wirklich 50 Polizisten sind, können wir nicht sagen, nicht einmal ob es wirklich Polizisten sind.”
Wenig Verständnis
Derzeit versucht die Landespolizeidirektion noch mehr über die Verfasser des offenen Briefes zu ermitteln. “Strafrechlich sehen wir keinen Anknüpfungspunkt – aber disziplinarechtliche oder dienstrechtliche Konsequenzen könnten sich ergeben”, so Ludescher. Polizisten ist es in ihrer Freizeit wie jedem anderen Bürger gestattet, an Demonstrationen teilzunehmen. Beamten drohen jedoch Disziplinarmaßnahmen, wenn sie ihre Dienstpflichten verletzen.
Derzeit sei es jedoch noch zu früh, um beurteilen zu können, ob sich die Verfasser in ihrem Dienst etwas haben zuschulden kommen lassen. Nachsatz Ludeschers: “Wenn es wirklich Polizisten sein sollten, habe ich null Verständnis dafür.”