Dammverlegung für Hochwasserschutz

Abgeholztes Gebiet wird wieder entsprechend aufgeforstet.
Hard Am Unterlauf der Bregenzerach gibt es aktuell eine Großbaustelle. Der Hochwasserschutzdamm wird ca. 30 Meter weit landeinwärts verlegt.
Bereits die Informationsveranstaltung im Oktober stieß auf großes Interesse. Inzwischen sind bereits große Bereiche des Auwaldes am Harder Achufer abgeholzt, der neue Schutzdamm ist in Bau. Das gesamte Gelände ist wegen der Forst- und Baumaßnahmen großräumig abgesperrt.
Maßnahmen für Hochwasserschutz
Die Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz stehen im Vordergrund. Allerdings darf auch die Ökologie nicht zu kurz kommen. Deshalb sind standortgerechte Aufforstungen vorgesehen. Es gibt künftig Naturlehrpfade an den leichter begehbaren Flussufern, ebenso gibt es ab dem Frühjahr 2022 Aussichtsplattformen.
Trinkwasserversorgung
Neue Trinkwasserbrunnen sowie ein Notverbund für die Wasserversorgung für die Gemeinden links der Bregenzerach sind bereits umgesetzt. Das erinnert an den Bau des Schwellwuhres unweit der jetzigen Fahrradbrücke. Diese Wasserschwelle wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts errichtet, um das Absinken des Grundwasserspiegels zu stoppen. Der sinkende Wasserspiegel war eine Folge der Eintiefung des Achbettes durch laufende Hochwasserereignisse.
Standortgerechte Bepflanzung
Die Kosten der Achsanierung in diesem Bereich belaufen sich auf rund 15,5 Millionen Euro. Mehrere Millionen sind dabei für die Ökologie reserviert. Dr. Bernhard Fink betont als Geschäftsführer des Wasserverbandes, dass solche Maßnahmen längst bei jedem Flussbauprojekt zwingend vorgeschrieben sind. Bei den Aufforstungen im künftigen Auwald in Hard wird besonders auf standortgerechte Bepflanzung geachtet. Damit auch künftig keine Abflusshindernisse entstehen, werden die Dämme regelmäßig von Bewuchs befreit. So lassen sich auch mögliche Dammbrüche oder -risse gut erkennen. Erfahrungsgemäß erholt sich der Bestand an Bäumen und Sträuchern in einem Auwald besonders rasch.
Bund finanziert 85 Prozent
Die Finanzierung des verbesserten Hochwasserschutzes am Unterlauf der Bregenzerach übernimmt der Bund zu 85 Prozent, die Anrainergemeinden teilen sich die restlichen 15 Prozent. Dabei fällt der Stadt Bregenz ein Löwenanteil zu. Auf ihrer Achseite sind die Baumaßnahmen zwischen Mündung und Straßenbrücke L202 bekanntlich bereits abgeschlossen.
Nach Abschluss der Baumaßnahmen in Hard werden weitere Flussabschnitte in Angriff genommen. Auch in Lauterach, Wolfurt sowie im Gemeindegebiet Kennelbach stehen umfangreiche Schutzmaßnahmen an.
Infoveranstaltung verschoben
Eigentlich hätte es für Interessierte die Möglichkeit gegeben, diese Baustelle auf der Harder Seite am kommdenden Freitag, 26. November, mit Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden ab 15 Uhr vor Ort zu besichtigen. Nach der Verhängung des neuerlichen Lockdowns seit Anfang Woche musste der Termin jedoch verschoben werden. Dieser wird dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. AJK
