Mit LE.NA zurück unter d’Lüt

Vorarlberg / 21.11.2021 • 19:02 Uhr
Vizebürgermeisterin Edith Lampert-Deuring, Ingrid Böhler (Pfarrcaritas), Raphalea Reheis („Zämma leaba“), Radiomoderatorin Dorit Wilhelm, Martin Herburger (Abteilung für Gemeinwesen) und Gemeinderätin Christine Wilhelm.<span class="copyright">Egle</span>
Vizebürgermeisterin Edith Lampert-Deuring, Ingrid Böhler (Pfarrcaritas), Raphalea Reheis („Zämma leaba“), Radiomoderatorin Dorit Wilhelm, Martin Herburger (Abteilung für Gemeinwesen) und Gemeinderätin Christine Wilhelm.Egle

Projekt der Marktgemeinde und der Pfarre Götzis gegen die Vereinsamung.

Götzis Freiwillig oder unfreiwillig, die Zahl der Singlehaushalte steigt seit Jahren kontinuierlich an. Viele Menschen verlieren den Kontakt zur Gesellschaft, aus der Langeweile entsteht Einsamkeit, aus der Einsamkeit oft Krankheit und Depression. Diesen Trend zu stoppen und die Menschen wieder zurück in die Gesellschaft zu holen, aus dieser Motivation heraus entstand das Projekt LE.NA, das für lebendige Nachbarschaft steht. Initiiert von der Marktgemeinde und der Pfarre konnte zusammen mit der Aktion „Zämma leaba“ und der Pfarrcaritas ein Besuchsdienst von Freiwilligen für Mitmenschen, die sich verlassen fühlen, organisiert werden. Mit beteiligt sind ebenfalls der MoHi, die Seniorenvereine sowie diverse Ortsvereine.

Kontakte knüpfen und pflegen

Über den klassischen Besuchsdienst hinaus eröffnete nun am Mittwoch auch das Café LE.NA im Haus der Generationen. Einmal pro Monat gibt es hier – nach der Lockdown-Pause – die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Gespräche zu führen und bei einer guten Tasse Kaffee gemeinsam den Mittwochnachmittag zu verbringen. Darüber hinaus werden monatlich Vorträge, Lesungen, Musik und kleine Ausstellungen geboten. Zum Auftakt war ein Vortrag mit Caritas-Seelsorger Vikar Elmar Simma geplant, der diesen jedoch kurzfristig absagen musste. Für ihn sprang spontan die ehemalige Radiomoderatorin und jahrelange Stimme der Bregenzer Festspiele und Dornbirner Messe, Dorit Wilhelm, ein. Diese rezitierte aus dem Buch von Simma „Damit sich alles gut fügt“. Passend zu den Prinzipien des neuen Götzner Treffpunkts dreht sich dieses vorwiegend um Lebens-, Glaubens- und Zukunftsfragen und beschäftigt sich mit Vorschlägen gegen Einsamkeit und Resignation. Den musikalischen Part übernahmen das Akkordeon-Duo Helene Jochum und Werner Heinzle.

Werner Heinzle und Helene Jochum übernahmen die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier.
Werner Heinzle und Helene Jochum übernahmen die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier.

Im Zuge der Eröffnung, die von Ingrid Böhler von der Pfarrcaritas sowie von Raphaela Reheis von „Zämma leaba“ bzw. den Sozialdiensten Götzis vorgenommen wurde, strich auch Vizebürgermeisterin Edith Lampert-Deuring die Vorzüge der Initiative hervor und bedankte sich bei den Beteiligten ebenso wie Gemeinderätin Christine Wilhelm. Das Credo war und ist in Sachen LE.NA klar: In Götzis soll sich möglichst niemand alleine fühlen.

Marianne König und Marlene Kulmatzer sind zwei Freiwillige des Projekts, die regelmäßig Besuchsdienste absolvieren.
Marianne König und Marlene Kulmatzer sind zwei Freiwillige des Projekts, die regelmäßig Besuchsdienste absolvieren.

Die nächsten Termine im Café LE.NA sind auch schon fixiert. So ist am 12. Jänner ein Vortrag zum Thema „Sicherheit in den besten Jahren“ mit Bezirksinspektor Frank Jentsch vom Landeskriminalamt Vorarlberg geplant. CEG