Götzner schmieden Sport- und Klimathemen

Vorarlberg / 16.11.2021 • 17:01 Uhr
Hoch hinaus schaffte es das Hypo-Meeting. An mehr Nähe zu der Bevölkerung wurde in der Projektschmiede getüftelt.<span class="copyright">VN/Steurer</span>
Hoch hinaus schaffte es das Hypo-Meeting. An mehr Nähe zu der Bevölkerung wurde in der Projektschmiede getüftelt.VN/Steurer

Leichtathletikmeeting und Gründächer wurden bei der jüngsten Projektschmiede behandelt.

GÖtzis Die Marktgemeinde lädt Bürger aktiv ein, ihre Projektideen, Initiativen oder Innovationen in der Projketschmiede Götzis mit kreativen Menschen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Getragen wird das Format von einem ehrenamtlichen Team, vernetzt mit dem Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung im Land Vorarlberg. An zwei konkreten Projekten wurde aktuell geschmiedet.

Mehr Nähe zum Sportgroßevent

Zum Thema „Mehr Götzis fürs Hypomeeting Götzis“ wurde die Frage eingebracht, welche Wege beschritten werden können, damit sich die Bevölkerung wieder stärker mit dem Weltklassemeeting identifiziert. Das Hypo-Meeting ist hinter den Olympischen Spielen das bedeutendste, bei Athleten anerkannteste und bei Zusehern beliebteste Mehrkampfmeeting der Welt. Diese Ausnahmestellung hat dazu geführt, dass das Meeting mit der „Heritage Plaque“-Auszeichnung in eine Art „Hall of Fame“ der internationalen Leichtathletik aufgenommen wurde. Diese Ehrung ist angelehnt an das Unesco-Weltkulturerbe, und damit ist das Götzner Mehrkampfmeeting mit der Geschichte der Leichtathletik verknüpft.

Wie nun wieder mehr Nähe zwischen dem Meeting und der Bevölkerung von Götzis hergestellt und die Begeisterung für die größte Sportveranstaltung des Landes geweckt werden kann, dazu wurden mehrere konkrete Möglichkeiten in der Schmiede gesammelt. Diese werden nun zur Umsetzung vorbereitet.

Auf zur Gründachoffensive

Beim Thema „Gründachoffensive, für noch mehr Lebensqualität“ befassten sich die Mitdenker mit der Frage, wie Gebäudeeigentümer dazu bewogen werden können, ihre Dächer entsprechend umzurüsten.

Das Vorarlberger Rheintal hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt, hin zum drittdichtest besiedelten Raum Österreichs. Betriebe, Infrastruktur und die florierende Wirtschaft führen zu einer starken Bautätigkeit samt der damit verbundenen Versiegelung der Böden. Klimaerwärmung oder fehlende Versickerungsmöglichkeiten des Regenwassers sind bekannte Herausforderungen. Experten bestätigen, dass in der Begrünung von bestehenden und neuen Flach- und Pultdächern ein erhebliches ökologisches und ökonomisches Potenzial liegt – Stichwort Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, Reduktion der Umgebungstemperatur, Luftreinigung, verlängerte Haltbarkeit der Dächer. Die Gründachoffensive soll von innovativen Formen der Information und von der Einbindung der Politik, der Bauträger, der Handwerker und der Bürger getragen werden. Auch die hier eingebrachten Ideen werden nun zusammengefasst und aufgearbeitet, um zur konkreten Umsetzung voranschreiten zu können.