„Schau hin. Misch dich ein“

FH-Projekt soll Zivilcourage in Schlins stärken.
Schlins Mit Plakaten soll in Schlins das Bewusstsein für Zivilcourage im öffentlichen Raum gestärkt werden. Die Gemeinde ist immer wieder mit Beschwerden konfrontiert, was das Verhalten von Kindern und Jugendlichen betrifft – insbesondere auf dem Schulweg zu den Betreuungseinrichtungen PaedaKoop und Jupident. Gemeinsam mit der Fachhochschule Vorarlberg wurde nun ein Projekt initiiert, das sich der Herausforderung annimmt.
Studienübergreifendes Projekt
„Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Mit diesem Leitspruch begann die Umsetzung des Projekts. Das Ziel ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren, um Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schlins und der Stiftung Jupident wurde das Projekt auf Basis des Konzepts der „Neuen Autorität“ von FH-Masterstudenten der Studienrichtungen „Soziale Arbeit“ und „Business Process Management“ studienübergreifend erarbeitet. Unterstützt wurden Linda Marte, Julia Behrens, Ajang Rezayati, Marc Hofmann, Julia Stimpfl und Kim Leonhardt dabei von den Dozenten Martin Fellacher und Martin Meusburger. Die fertigen Plakate wurden vergangene Woche vor dem Gemeindeamt Schlins präsentiert und feierlich übergeben.


„Wir müssen uns einmischen“, unterstrich Bürgermeister Wolfgang Lässer die Bedeutung der Aktion. „Wir tragen nicht nur die Verantwortung für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Das ganze Dorf sei gefordert, präsent zu sein und mitzuwirken. Auf den Plakaten befinden sich Impulse zum Abreißen und Mitnehmen.
Nicht wegsehen
Doch was kann man konkret tun, wenn man eine Konfliktsituation beobachtet? „Nicht wegsehen ist das Wichtigste. Sich selbst präsent machen und Raum einnehmen“, erklärt Linda Marte. Die meisten Situationen könnten dadurch bereits entschärft werden, bestätigen die Expertinnen und Experten. Die weiteren Schritte sind „Stopp“ zu sagen und sich Unterstützung zu holen – aus dem direkten Umfeld oder in gefährlichen Situationen durch die Polizei.
Jupident-Geschäftsführer Manfred Ganahl bedankte sich bei den Studierenden für ihre Arbeit und die gelungenen Plakate. Die Schülerinnen und Schüler des Jupidents werden diese in den kommenden Tagen aufhängen – „um auch den Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen, dass die Menschen in Schlins jetzt noch besser aufeinander schauen.“ MON