Ohne Maske geht für Oberstufenschüler gar nix mehr

Mund-Nasenschutzpflicht auch am Lernplatz. Zwei Wochen lang gibt’s Verschärfungen an allen Schulen.
Bregenz Am BG Bregenz Blumenstraße hat sich unter anderem auch die 7c den härteren Maßnahmen gebeugt. Im Chemiesaal sind inklusive Lehrer Beat Grabherr alle maskiert. “Angesichts der Fallzahlen verstehe ich diese Maßnahme, auch wenn es wieder sehr unangenehm ist”, beschreibt Noah Kircher-Holzmann seine Gemütslage. So wie Elfriede-Haisinia Mayer ist der 16-Jährige geimpft. Sie will nur eines nicht: “Eine Zweiklassen-Gesellschaft von Geimpften und Ungeimpften. Alle getroffenen Maßnahmen müssen für alle gelten.”

Hohe Impfquote
Dass ihn Ungeimpfte aufregen, lässt hingegen Dominik Reimann (17) wissen. “Die füllen nicht nur die Intensivbetten des Landes, wegen denen können auch keine Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen mehr stattfinden. Ich kenne Beispiele in meiner Verwandtschaft.” Selbstredend ist auch Dominik geimpft.
“Das sind bei uns 78 Prozent der 259 Oberstufenschüler”, freut sich Direktor Klaus König (50) über die große Impfdisziplin an seiner Bildungsstätte. Von den 524 Schülerinnen und Schülern sind immerhin schon 24 Prozent immunisiert. “Das sind 50 Prozent der impfbaren Jugendlichen”, betont König. Aktuell ist am BG Blumenstraße eine Klasse in Absonderung, es gibt laut Auskunft des Schulleiters 23 positive Fälle.

“Wir haben in der Oberstufe eine Impfquote von 78 Prozent. In der Unterstufe sind es 50 Prozent der Impfbaren.”
Klaus König, Direktor BG Bregenz-Blumenstraße
Absagen wohl unvermeidlich
Für Beat Grabherr, nicht nur Chemielehrer der 7c sondern auch Sicherheitsbeauftragter des ganzen Standorts, sind die härteren Sicherheitsbestimmungen ebenfalls nachvollziehbar. Was ihm gar nicht gefällt: “Die permanenten Wechsel. Die Modellregion Vorarlberg mit Aufhebung aller Maßnahmen entbehrte jeder Grundlage. Das war ein Herunterfahren von 100 auf null. Jetzt sind wir wieder auf 100.”
Am BG Blumenstraße muss man sich so wie an zahlreichen andern Schulen nun wieder mit möglichen Absagen von Skiwochen und andern Schulveranstaltungen beschäftigen. “Die erste Skiwoche hätten wir schon Mitte Dezember. Noch haben wir nicht abgesagt. Aber das kann natürlich passieren.”

Wie Risikostufe drei
Verschärfte Maßnahmen setzt es in den kommenden zwei Wochen für alle Schulen im Land. Auch für jene, die sich “nur” in Risikostufe zwei befinden, gelten praktisch die Regeln von Risikostufe drei. Daher gilt: “Keine Schulveranstaltungen, keine externen Personen im Schulgebäude, FFP2-Maskenpflicht auch für Volks-und Unterstufenschüler mit Ausnahme des eigenen Sitzplatzes, keine Präsenz-Elternsprechtage und Konferenzen, drei Mal wöchentliche Testpflicht (davon ein PCR-Test) auch für geimpfte Schüler.