Handwerk im Fokus der Wälder Jugend

Auch Werkzeugkistchen wurden vor Ort angefertigt.
Let’s werk zeigte das vielfältige Angebot der Wälder Handwerksbetriebe für Lehrlinge auf.
Andelsbuch Auch strenge Zutrittsregeln konnten den Ansturm Jugendlicher nicht aufhalten – das Interesse für die zweite Auflage der Lehrlingsmesse Let’s werk in Andelsbuch war groß und Schülerinnen und Schüler, die sich in naher Zukunft, zum Teil schon im Sommer, Gedanken über ihre berufliche Ausbildung machen müssen, konnten sich in den Kojen von rund zwei Dutzend Handwerksbetrieben umfassend informieren und bei manchen auch gleich handwerkliches Talent unter Beweis stellen, denn viele Handwerker luden die Besucher ein, nützliche Souveniers anzufertigen.
Mit bewährtem Konzept
Wälder Handwerksbetriebe live zu präsentieren und der Jugend eine große Vielfalt von Lehrberufen aufzuzeigen, war für die Gemeinden Egg, Andelsbuch und Schwarzenberg der Ansporn zur Organisation einer Lehrlingsmesse, die 2018 erstmals durchgeführt wurde und jetzt die zweite Auflage erlebte. „Weil einzelne Betriebe allein nicht in der Lage wären, große Lehrlingswerbung zu organisieren, haben sich die Handwerkervereine der drei Gemeinden zum Projekt Let’s werk zusammengeschlossen, um mit einem gemeinsamen Auftritt Handwerksberufe zu präsentieren“, erläutert Margit Hinterholzer, die die Arbeit des OK-Teams und des Werkraums koordiniert.
Eine runde Sache
Als Partner waren auch die Raiba Mittelbregenzerwald, die Sparkasse Egg und d’Wälder Versicherung mit im Boot. Ebenso die Werkraumschule als wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Lehrbetrieben. In die Handwerksberufe „hineinschnuppern“ konnten die jugendlichen Besucher im Werkraumhaus und dem zusätzlich errichteten Zelt. Neue Frisurentrends wurden ebenso wie die Arbeiten beim Dachdecker, Maurer oder eine Ausbildung in der Kfz-Technik in den Fokus gerückt. Weiters präsentierten sich der Ofenbau, die Elektrotechnik oder der Polsterer ebenso die Lehrberufe beim Tischler, Installateur, Zimmerer oder Metalltechniker.
Um den Jugendlichen einen „handfesten“ Einblick ins Handwerk zu bieten, konnten in vielen Kojen gearbeitet werden. Unter Anleitung der Profis wurden etwa beim Polsterer Mohr lederne Schlüsselanhänger gefertigt oder Werkzeugkisten in zwei Größen bei Berchtold und Fetz Holzbau. Beim Holzbauer wurde ein Holzspiel gefertigt, das „4 Gewinnt“ in 3D-Ausführung gab es bei Felder Metall und ein Grill-to-Go bei Simeoni. Weihnachtlich gestimmt wurden die Besucher in der Koje der Tischlerei Geser, wo Holz-Christbaumkugeln gefertigt wurden. An einem Handy-Ständer wurde bei der Tischlerei Kühne gearbeitet. Ein Windlicht gab es beim Spengler/Dachdecker Felder und bei der Tischlerei Joachim Flatz wurde eine Pinnwand gefertigt.
Ein Highlight war die Stehlampe „Let’s schein“, an der gleich sechs Firmen beteiligt waren: die Baufirmen Erich Moosbrugger, Oberhauser & Schedler und Wälderbau hatten als Arge Let’s werk einen gemeinsamen Auftritt und waren für das Betonieren der Lampensockel zuständig. Polsterer Mohr veredelte den Sockel, und das Lampengestell wurde beim Installateur Steurer aus Kupferrohr gefertigt. Elektro Willi brachte dann die Lampe zum Strahlen. STP

Mit ihren selbstgefertigten Stelzen unternahmen Julia Beck, Lena Berchtold und Johanna Sutterlüty (v. l.) gleich erste Gehversuche. STP/5


