Fermentationsfest mit Mediziner und Kochprofi

In Vandans wurde gehobelt, geplaudert und genossen.
Vandans Als Medizinerin weiß Elisabeth Brändle um den gesundheitlichen Mehrwert, der durch das Fermentieren von Gemüse erreicht wird, als Genießerin schätzt sie die damit verbundenen Aromen. Schließlich weiß sie um die große Tradition des Sauerkraut-Einhobelns im Montafon, das früher vielen Bewohnern der Talschaft im Winter einen entscheidenden Zuverdienst als Wanderarbeiter brachte.

Heimaturlaub genutzt
Durch die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen der Reihe „Wissenschaft auf Reisen“ kennt sie deren Veranstalter, die Gynokologen und Wiener Univ.-Professoren Johannes Huber und Markus Metka. Letzterer ist auch Anti-Aging-Mediziner der ersten Stunde und gebürtiger Vorarlberger. Metkas jüngsten Heimaturlaub nutzte Brändle, die das Haus ihrer Großmutter erworben und zu einem hochwertigen Feriendomizil für kleine Gruppen ausgebaut hat, zu einer lehr- und genussreichen Veranstaltung: Sie holte den an der Tourismusschule „Gascht“ tätigen Kochlehrer Thomas Heiseler und seine Frau Christine sowie Stylistin Ulli Marte und Rainer Cofalka mit ins Boot.
Zutaten aus der Region
Nach einem gemütlichen Aperitif hobelte Heiseler eine Reihe von Krautköpfen ein, die er vom Innerberger Biobauernhof Ganahl bezogen hatte. Zur Unterstützung des Fermentationsprozesses besorgte er außerdem Naturjoghurt vom Hof der Schrunser Familie Schrottenbaum. Mit einem heute nicht mehr erhältlichen Krauthobel (früher gab es in Vandans eine Fabrik dafür) ging der Profikoch ans Werk und beteiligte sich an der regen Diskussion von Brändle und einiger der von ihr eingeladenen Gäste. Dazu gehörten ihre Assistentinnen Ursula Egle und Beatrix Waibel, Mediziner Stefan Aczél und Gattin Dagmar und die ganzheitliche Naturheilpraktikerin Friederike Mathis.

Der zweite Teil der Veranstaltung bestand aus einer gemütlichen und gleichsam geschmackvollen Schlachtpartie, für die Rainer Cofalka als langjähriger Werbeprofi sowohl die Tischkärtchen als auch die Speisekarten von Hand schrieb. Das zu den verschiedenen Fleisch- und Wurstspezialitäten gereichte Sauerkraut hatte Heiseler bereits einige Wochen zuvor eingehobelt. AME
