Dalaas bekommt eine neue Mitte

Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs „Gemeindezentrum Dalaas“ verspricht ein Projekt für Generationen.
Dalaas Vor rund einem Jahr wurde der Architekturwettbewerb für das neue Gemeindezentrum Dalaas gestartet. In diesem Raumkonzept sollen Familie Leu mit Nahversorger, Gemeinde, Regio, Krankenpflegeverein, Raiffeisenbank und Harmoniemusik eine neue Bleibe finden. „30 Seiten voller Wünsche und Anregungen, wie etwa Holzbau, Energieeffizienz usw., wurden den eingeladenen Architekten vorgelegt“, so Bürgermeister Martin Burtscher. 41 Architekten reichten dann ihre Vorstellungen und Projekte ein. Ein Fach- und Sachpreisgremium mit insgesamt acht Preisrichtern hat die Projekte begutachtet und die Auslotung über zwei Tage hindurch geführt. Als eindeutiges Siegerprojekt ging die Einreichung der Arbeitsgemeinschaft Büro Berktold und Weber Architekten und Mutweg Architekten hervor. Philipp Berktold, Helena Weber und Verena Mutschlechner waren bei der Präsentation vor Ort und stellten ihr Projekt den interessierten Anwesenden vor. „Es soll in Dalaas eine neue Mitte entstehen“, umschrieben die drei Architekten das zukunftsweisende Projekt.
Ensemble aus drei Gebäuden
Die neuen Kubaturen werden zwischen dem bestehenden Spar-Geschäft Leu und dem Campingplatz situiert. Dort entsteht ein Ensemble aus dem bestehenden Nahversorgungsbetrieb, der nach dem Neubau des Spar-Geschäfts für neue Möglichkeiten adaptiert werden soll, das neue Spar-Geschäft, das Gemeindezentrum und eine Begegnungszone mit Dorfplatz. Das Gemeindehaus wird als prägnanter Baukörper ausgeführt, um die Wichtigkeit dieses Gebäudes zu unterstreichen. Im Erdgeschoss soll ein Café situiert werden, das erste Obergeschoss ist für die Gemeindeverwaltung reserviert. Im zweiten Obergeschoss finden Sitzungszimmer, Regio und das Büro des Krankenpflegevereins Platz. Die Harmoniemusik Dalaas kann sich über ein neues Probelokal im dritten Obergeschoss freuen. Eine Tiefgarage verbindet Gemeindezentrum und Nahversorger. „Die Familie Leu und Spar-Verantwortliche wurden in dieses Projekt mit einbezogen“, erklärt Burtscher. Das bestehende Spar-Gebäude der Familie Leu soll in Zukunft für anderweitige Nutzungen wie Raiffeisenbank und Praxisräume zur Verfügung stehen. Eine Begegnungszone als offener Treffpunkt wird von den einzelnen Gebäuden umspielt. Es soll im Gesamten ein Ensemble entstehen, wo die einzelnen Gebäude mit Durchblick zueinander orientiert sind. Ein Hauptaugenmerk wurde auch auf die Zulieferung der Waren zum neu entstehenden Nahversorger gelegt. Dies soll mit so wenigen Begegnungspunkten wie möglich erfolgen.
„Alle unmittelbar Betroffenen wurden in dieses Projekt miteinbezogen.“
Martin Burtscher, Bürgermeister
Herausfordernd und spannend
„Die Ausarbeitung dieses Projektes war eine herausfordernde und spannende Aufgabe. Die Fläche zwischen Alfenz und Landesstraße umgeben von mächtigen Bergen so zu nutzen, damit viele Einflüsse, Wünsche und Gegebenheiten untergebracht werden können, war nicht einfach. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt ein Ensemble mit Begegnungszone und ein zukunftsorientiertes Projekt schaffen konnten“, so die Siegerarchitekten abschließend. Nun stehen Verhandlungen mit Siegerarchitekten, Wettbewerbsbegleiter und Gemeindeverband für Bürgermeister Martin Burtscher und sein Team an. Terminplanung, Kostenermittlung, Bauleitung und Betreuung des Projektes, Klärung von Rechtsfragen und nicht zuletzt Gespräche mit Familie Leu, Spar und Raiffeisenbank werden nun angestrebt, bevor der Baustart mit Frühjahr 2023 erfolgen soll. DOB