Am Arbeitsplatz gilt nun 3G: Das sagen Vorarlberger Unternehmer

Vorarlberg / 02.11.2021 • 17:52 Uhr
Am Arbeitsplatz gilt nun 3G: Das sagen Vorarlberger Unternehmer
apa

Nach der Übergangsfrist dürften strengere Vorgaben gelten.

Von Magdalena Raos und Mirijam Haller (VN)

Wien Seit 1. November gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wer Kontakt zu anderen Personen nicht ausschließen kann, muss einen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen Test mit sich führen. Noch gilt eine 14-tägige Übergangsfrist. Personen ohne 3G-Nachweis können bis einschließlich 14. November durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Arbeitgeber prüfen die Einhaltung stichprobenartig. Bei Verstößen drohen Strafen für Arbeitnehmer von bis zu 500 Euro, für Arbeitgeber bis zu 3600 Euro. Ein Rundruf unter Vorarlberger Unternehmen zeigt, dass die neuen Regeln unter den Befragten mehrheitlich gut angenommen werden.

Aus der 3G-Regel dürfte aber bald schon eine 2,5G-Regel werden. Bei mehr als 400 Covid-Patienten auf den Intensivstationen sieht die Phase drei des Fünf-Stufenplans der Bundesregierung vor, dass neben einem Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung  nur noch PCR-Test als Nachweis akzeptiert werden. Antigentests verlieren ihre Gültigkeit. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass dies nach der Übergangsfrist auch am Arbeitsort gilt.

Als Handwerksbetrieb haben unsere Mitarbeiter viel Kundekontakt, dadurch ist die Einführung des 3G-Nachweises für uns sinnvoll. Da von acht Mitarbeitern sieben geimpft sind, ist die 3G-Regel am Arbeitsplatz für uns gut durchführbar und auch die Kontrolle mit wenig Aufwand verbunden. Die ungeimpfte Mitarbeiterin dokumentiert ihre Antigentests. <strong>Martin Rützler, Martin Rützler Elektrotechnik, Tschagguns.</strong><br> 
Als Handwerksbetrieb haben unsere Mitarbeiter viel Kundekontakt, dadurch ist die Einführung des 3G-Nachweises für uns sinnvoll. Da von acht Mitarbeitern sieben geimpft sind, ist die 3G-Regel am Arbeitsplatz für uns gut durchführbar und auch die Kontrolle mit wenig Aufwand verbunden. Die ungeimpfte Mitarbeiterin dokumentiert ihre Antigentests. Martin Rützler, Martin Rützler Elektrotechnik, Tschagguns.
 
Die Regel ist aus meiner Sicht super. Dann wird nicht immer alles auf die Gastronomie abgewälzt. Nun muss jeder einen Nachweis erbringen. Bei uns sind bis auf eine Person alle geimpft. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es für manche Betriebe mit vielen impfkritischen Menschen heikel sein kann, das ist für den Arbeitgeber nicht einfach. Es ist natürlich jedem selbst überlassen. Wer nicht geimpft ist, muss aber eben auch einen Mehraufwand in Kauf nehmen. <strong>Denise Amann, Restaurant Mizzigreen, Frastanz.</strong>
Die Regel ist aus meiner Sicht super. Dann wird nicht immer alles auf die Gastronomie abgewälzt. Nun muss jeder einen Nachweis erbringen. Bei uns sind bis auf eine Person alle geimpft. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es für manche Betriebe mit vielen impfkritischen Menschen heikel sein kann, das ist für den Arbeitgeber nicht einfach. Es ist natürlich jedem selbst überlassen. Wer nicht geimpft ist, muss aber eben auch einen Mehraufwand in Kauf nehmen. Denise Amann, Restaurant Mizzigreen, Frastanz.
Blum hat schon seit dem Frühjahr die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wir setzen seit Beginn der Pandemie stark auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jetzt werden wir die gültigen 3G-Nachweise stichprobenartig in allen Blum-Werken kontrollieren, allerdings verzichten wir auf Eingangskontrollen. Für uns sind zwei Dinge wichtig: die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dass wir für unsere Kunden als verlässlicher Partner lieferfähig sind und bleiben. Der Blum-interne Corona-Einsatzstab trifft sich seit über 1,5 Jahren wöchentlich, beobachtet die Corona-Situation in Vorarlberg, Österreich sowie weltweit und berät sich über die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Als Unternehmen haben wir eine klare, befürwortende Haltung zum Impfen und glauben, dass dies der Ausweg aus der Pandemie ist. Letzten Endes bleibt jedoch die Entscheidung jeder und jedem selbst überlassen, ob er oder sie sich impfen lässt. Das respektieren wir und suchen dabei auch den Dialog mit unseren Mitarbeitenden. <strong>Philipp Blum, Julius Blum, Höchst.</strong>
Blum hat schon seit dem Frühjahr die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wir setzen seit Beginn der Pandemie stark auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jetzt werden wir die gültigen 3G-Nachweise stichprobenartig in allen Blum-Werken kontrollieren, allerdings verzichten wir auf Eingangskontrollen. Für uns sind zwei Dinge wichtig: die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dass wir für unsere Kunden als verlässlicher Partner lieferfähig sind und bleiben. Der Blum-interne Corona-Einsatzstab trifft sich seit über 1,5 Jahren wöchentlich, beobachtet die Corona-Situation in Vorarlberg, Österreich sowie weltweit und berät sich über die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Als Unternehmen haben wir eine klare, befürwortende Haltung zum Impfen und glauben, dass dies der Ausweg aus der Pandemie ist. Letzten Endes bleibt jedoch die Entscheidung jeder und jedem selbst überlassen, ob er oder sie sich impfen lässt. Das respektieren wir und suchen dabei auch den Dialog mit unseren Mitarbeitenden. Philipp Blum, Julius Blum, Höchst.
Am Arbeitsplatz gilt nun 3G: Das sagen Vorarlberger Unternehmer
Wir haben das im Friseursalon schon länger praktiziert, bereits seit Mai und Juni. Etwa 80 Prozent der Mitarbeiter sind sowieso geimpft. Wenn künftig PCR-Tests verlangt werden, tragen wir das auch mit. Die Nachweise der Mitarbeiter zu kontrollieren ist in einem kleinen Betrieb aber sicher viel einfacher als in großen. Dass die Tests gratis sind, finde ich gut. Wären sie kostenpflichtig, wäre das sicher eine Schwierigkeit. Günther Plaickner, Plaickner Intercoiffeur, Götzis.
Wir müssen uns natürlich an die Vorgaben halten und tun das auch. Bis auf zwei sind alle Mitarbeiter in unserem Fitnessstudio geimpft, daher sehen wir das relativ entspannt. Trotzdem halte ich die 3G-Regel am Arbeitsplatz für etwas übertrieben. Gerade wenn man über die Grenzen in die Nachbarländer schaut, wo nichts vergleichbares gilt, ist die Vorgabe nur sehr schwer nachvollziehbar. <strong>Manfred Scheel, Fitnessstudio Life Fitness Club 2.0, Feldkirch.</strong>
Wir müssen uns natürlich an die Vorgaben halten und tun das auch. Bis auf zwei sind alle Mitarbeiter in unserem Fitnessstudio geimpft, daher sehen wir das relativ entspannt. Trotzdem halte ich die 3G-Regel am Arbeitsplatz für etwas übertrieben. Gerade wenn man über die Grenzen in die Nachbarländer schaut, wo nichts vergleichbares gilt, ist die Vorgabe nur sehr schwer nachvollziehbar. Manfred Scheel, Fitnessstudio Life Fitness Club 2.0, Feldkirch.
Seit wir wieder öffnen durften, gilt bei uns 3G am Arbeitsplatz. Denn für mich war klar: Wenn die Gäste 3G brauchen, ist es nur richtig, dass es auch die Mitarbeiter vorweisen müssen. Das haben wir schon den ganzen Sommer über so praktiziert und es funktioniert bestens, auch die Kontrollen. Immerhin dient es dem Schutz von allen. Es ist natürlich ein gewisser Aufwand, aber das ist es wert. Es dient dem Schutz von allen. Bei uns ist auch ein Großteil der Mitarbeiter geimpft. <strong>Jutta Frick, Gesundhotel Bad Reuthe, Reuthe.</strong>
Seit wir wieder öffnen durften, gilt bei uns 3G am Arbeitsplatz. Denn für mich war klar: Wenn die Gäste 3G brauchen, ist es nur richtig, dass es auch die Mitarbeiter vorweisen müssen. Das haben wir schon den ganzen Sommer über so praktiziert und es funktioniert bestens, auch die Kontrollen. Immerhin dient es dem Schutz von allen. Es ist natürlich ein gewisser Aufwand, aber das ist es wert. Es dient dem Schutz von allen. Bei uns ist auch ein Großteil der Mitarbeiter geimpft. Jutta Frick, Gesundhotel Bad Reuthe, Reuthe.