Mäder ist e5-Vizemeister

Vorarlberg / 01.11.2021 • 18:11 Uhr
Mäder durfte auch in diesem Jahr wieder die höchste Auszeichnung für energieeffiziente Gemeinden entgegen nehmen.<span class="copyright">Gemeinde Mäder/Matthias Rhomberg</span>
Mäder durfte auch in diesem Jahr wieder die höchste Auszeichnung für energieeffiziente Gemeinden entgegen nehmen.Gemeinde Mäder/Matthias Rhomberg

Gemeinde konnte bei Rezertifizierung ihren Spitzenplatz verteidigen. Lediglich Wolfurt konnte mehr Punkte erreichen.

Mäder Die Gemeinde Mäder ist eine der Startgemeinden und seit 1999 im e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden. Bereits bei der dritten Zertifizierung wurde die höchste Bewertung – 5 e – erreicht und nunmehr bereits zum fünften Mal bestätigt: Mit 84,8 Punkten schaffte Mäder ein weiteres Mal den Spitzenplatz für Energieeffizienz unter den Vorarlberger Gemeinden und musste sich nur hauchdünn dem Landessieger Wolfurt (85,1 Punkte) geschlagen geben.

Negativer CO2-Ausstoß

In Mäder erreicht man das Ziel der Energieautonomie vor allem durch Biomasse, E-Mobilität und Ökostrom. Dank dem Erdgaszertifikat ist die Gemeinde zudem die erste Kommune mit negativem CO2-Ausstoß. Mit dem e5-Team werden laufend Projekte umgesetzt, die auch die Bevölkerung für das Thema Energie sensibilisieren sollen, wie das Sonnenfest, verschiedene Aktionen der Region amKumma oder auch jährliche Schwerpunkte in den Kindergärten und Schulen. Im Rahmen der e5-Energiearbeit waren in den letzten Jahren unter anderem die Elektromobilität, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und die Errichtung von Photovoltaikanlagen wichtige Themen. Mit der Umsetzung des Verkehrskonzepts und der Begegnungszone im Brühl konnten weitere wichtige Projekte realisiert werden. Aktueller Schwerpunkt ist die Erstellung des Räumlichen Entwicklungsplans und des Klimawandelanpassungskonzepts.

„Der Kampf gegen den Klimawandel fordert uns an vielen Fronten.“

Rainer Siegele
Bürgermeister Mäder

„Der Kampf gegen den Klimawandel fordert uns an vielen Fronten. Hauptverursacher beim CO2-Ausstoß sind unter anderem die Gebäudebeheizung und der Verkehr. Unsere öffentlichen Gebäude sind bereits alle auf einem sehr guten Niveau. Deshalb möchten wir jetzt den Verkehr in Richtung klimatauglich beeinflussen. Flächendeckendes Tempo 30 ist schon eingeführt, mit dem Parkraummanagement wird derzeit begonnen“, so Bürgermeister Rainer Siegele zu den e5-Aktivitäten in Mäder. Dazu wird in der Kummenberggemeinde auch das Projekt „Fahrradfreundliche Gemeinde“ verfolgt und es sind mehrere Verbesserungen für den Radverkehr geplant. Der erste Bauabschnitt des gemeindeinternen Radwegs Starkenfeld konnte im Frühling fertiggestellt werden, der zweite Bauabschnitt startet noch im November.

Im europäischen Spitzenfeld

Neben der Vorreiterrolle im Ländle spielt Mäder aber auch in der Champions League der kommunalen Energiepolitik mit und konnte in diesem Jahr erneut den European Energy Award in Gold einfahren. Dabei handelt es sich um Europas wichtigste Auszeichnung für kommunalen Klimaschutz. Mäder belegt unter den 1500 europäischen Klimaschutzgemeinden den 16. Platz. MIMA