Freiwillig, unbezahlt – und zwar rund um die Uhr

Lagebesprechung bei der Feuerwehr Klaus. Egle (4)
Feuerwehren Götzis, Klaus und Mäder glänzten bei Abschlussübung.
Götzis, Klaus, Mäder Bevor der Winter Einzug hält, machen die Feuerwehren landauf, landab öffentlichkeitswirksam mit ihren Herbstübungen von sich reden. Auch in Götzis, Klaus und Mäder.
Mit rund 100 aktiven Feuerwehrleuten gehört die Götzner Wehr zu einer der größten des Bezirks, entsprechend umfangreich fallen die Abschlussproben aus. Den Beginn machten 16 Nachwuchsfloriani mit einem vorbildlichen Brandangriff auf ein brennendes kleines Haus – nach wenigen Minuten gab die Einsatzleitung „Brand aus“. Im Anschluss glänzte die Aktivmannschaft unter Einsatzleiter Dominik Braun und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Götzis. Erste Annahme war ein Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten. Mit der Bergeschere wurden die Fahrzeuge geöffnet, die Verletzten – zwei Darsteller und ein Dummy – binnen weniger Minuten befreit und dem Roten Kreuz übergeben. In direkter zeitlicher Abfolge etwas unrealistisch, aber theoretisch möglich, brach ein Feuer im Vereinshaussaal aus. Es galt verletzte und eingeschlossene Personen per Drehleiter zu retten. Parallel dazu startete der Löschangriff. Im Einsatz auch der neue Löschroboter, in der Fachsprache „Angriffskit“ genannt. Last but not least brach ein Passant mit einem fiktiven Herzstillstand zusammen. Auch hier griffen Rotes Kreuz und Feuerwehr professionell und lebensrettend ein.

Ein Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten war eine der Übungsannahmen für die Feuerwehr Götzis.

Feuer im Saal des Vereinshauses! Für die Götzner Wehr galt es den Brand zu löschen und Personen zu retten.
Viel Lob gab es von Kommandant Rainer Büsel und Abschnittskommandant Gerhard Girardi. Dass die Proben nicht von ungefähr kommen, zeigen die über 120 Einsätze der Götzner Wehr in diesem Jahr.
Abbruchhaus als Übungs-Glücksfall
Einen nicht ganz einfachen Fall hatten sich die Übungsleiter der Feuerwehr Klaus für die Mannschaft unter Einsatzleiter Hermann Moser ausgedacht. Ein Abbruchhaus ermöglichte eine sehr realistische Annahme: Im Heizraum ist ein Brand ausgebrochen, das Stiegenhaus ist stark verraucht, im Keller befindet sich ein Verletzter, am Balkon zwei. Im Obergeschoß sollen mehrere Kinder eingeschlossen sein. Die Eingangstür ist versperrt. Parallel zur Türöffnung wurden die ersten Löschmaßnahmen eingeleitet. Die Atemschutztrupps verschafften sich Zugang zum Haus, während die Verletzten vom Balkon per Bergeseil in Sicherheit gebracht wurden und die Angriffstrupps im vernebelten Gebäude nach den Kindern suchten. Besonders knifflig: Ein verängstigtes Kind hatte sich im Kleiderschrank versteckt. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnte das Übungsziel innerhalb kürzester Zeit erreicht werden. Wie im Ernstfall auch, waren nicht nur 30 Mann der Klauser Feuerwehr mit drei Fahrzeugen vor Ort, sondern auch zehn Mann der Wehr aus Weiler mit einem weiteren Fahrzeug. Kommandant Wolfgang Berchtel – selbst Übungsteilnehmer – war voll des Lobes. In der Realität hat die Klauser Wehr in diesem Jahr bereits 26 Einsätze absolviert.

Die Klauser Wehr meisterte alle Aufgaben mit Bravour.
Brand im Kindergarten Ulimahd
In Mäder sah sich die Feuerwehr gar mit einem Brand im Kindergarten Ulimahd konfrontiert. Aufgrund starker Rauchentwicklung war eine Gruppe eingeschlossen. Innerhalb kürzester Zeit waren die ersten Einsatzfahrzeuge vor Ort. Professionell wurden die Schläuche ausgelegt und die eingeschlossenen Kinder und Pädagogen gerettet. Während sich das Rote Kreuz um die Verletzten kümmerte, konnte auch die Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis stellen. In Windeseile löschten die Burschen und Mädchen eine in Brand geratene Hütte. Alle Beteiligten waren mit vollster Konzentration bei der Sache. Davon konnte sich auch Bürgermeister Rainer Siegele überzeugen.

In Mäder musste ein brennendes Spielgerät gelöscht ...

... und eine Gruppe eingeschlossener Kinder befreit werden. Mäser (2)
Die rund 70 Mitglieder starke Feuerwehr Mäder musste im Vorjahr zu 30 Einsätzen ausrücken. Wie ihre Kollegen aus Götzis, Klaus und allen anderen Gemeinden stehen sie rund um die Uhr – freiwillig und unbezahlt – im Dienste der Sicherheit und der Allgemeinheit. CEG, MIMA