Den Klimaschutz selbst anpacken

Christof Drexel zeigte im Adalbert-Welte-Saal Stellschrauben beim Klimawandel auf.
Frastanz Welchen Beitrag der Einzelne zum Ziel der Klimaneutralität beitragen kann, stellte Christof Drexel vom Verein für ein klimaneutrales Vorarlberg (KlimaVOR!) und Autor des Buches „Zwei Grad. Eine Tonne“ bei einem Vortrag im Adalbert-Welte-Saal vor. Er vermittelte dabei vielfältige Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil. Zum Vortrag „Klimaschutz hier und jetzt“ hatten die Grünen und Parteifreien Frastanz gemeinsam mit allen regionalen grünen Ortslisten eingeladen.

CO2-Ausstoß senken
Als Einstieg wurde nochmals der Anstieg der CO2-Emissionen in jüngster Zeit verdeutlicht: Über 50 Prozent der Treibhausemissionen seit 1751 wurden in den letzten 30 Jahren emittiert. Das Ziel müsse es daher sein, die Treibhausemissionen pro Kopf auf eine Tonne pro Jahr zu reduzieren. Und auch die Klimaerwärmung müsse zumindest auf zwei Grad begrenzt werden, um die Folgen des Klimawandels in Schranken zu halten. Noch besser sei es 1,5 Grad zu erreichen, um die Anzahl der Menschen, die bedrohlichen Hitzeperioden ausgesetzt sei, merklich um fast zwei Drittel zu senken. Individuelles Einsparungspotenzial an CO2-Emissionen gäbe es einige, so Drexel, vor allem beim Bauen und Wohnen, der Ernährungsweise und der Mobilität sowie im allgemeinen Konsumverhalten. Bei Altbauten sollten etwa vor Umstellung der Heizungsanlage notwendige Sanierungen zur Wärmedämmung erfolgen. Allein durch eine gesunde Ernährung (Fleischkonsum einmal wöchentlich, Umstellung auf bio, regional, saisonal) könne der CO2-Ausstoß pro Kopf im Jahr um eine Tonne gesenkt werden. Hilfreich für das Klima sei auch der Umstieg auf Elektromobilität, ÖPNV und das Fahrrad.
Konsum überdenken
Ein bunter Markt der Möglichkeiten regte nach dem Vortrag an Ständen zum nachhaltigen Lebensstil an. Das Energieinstitut informierte über Wege zum Energiesparen und das Carsharing. Corinna Amann vom Plastikfrei-Laden in Satteins zeigte, wie CO2 durch Vermeidung von Verpackungsmüll eingespart werden kann. Genussvolle regionale Lebensmittel mit geringem CO2-Fußabdruck stellten lokale Erzeuger wie Helga Tschabrun vom Hubertushof sowie Katrin Gstach vom s’Gstacha Hof Lädile vor.

An dem informativen Vortrag nahmen unter anderen Gemeinderätin Gerlinde Wiederin sowie die Gemeindevertreter Ronald Beller und Robert Schöch, KLAR-Managerin Marina Fischer, Apotheker Günter Stadler und Gemeindearzt Peter Pircher teil. HE