Was es bedeutet, eine Frau zu sein

Franz-Michael-Felder-Archiv präsentierte Debütroman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo.
Bregenz In ihrem lang erwarteten ersten Roman „Adas Raum“ zeichnet Sharon Dodua Otoo mit Empathie und Humor ein überraschendes Bild davon, was es bedeutet, Frau zu sein. In Otoos erzählter Welt hängt alles am seidenen Faden, es droht zu fallen, und doch bleibt es auf wundersame Weise in der Schwebe. So wie Ada, um die sich alles dreht. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein. Sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft um ihre Unabhängigkeit. Otoos heiteres Erzählen findet neue Zugänge zu gesellschaftlichen Umbrüchen, individuellen Erinnerungen und kollektivem Trauma. Ein Roman, der lange nachhallt.
Die 1972 in London geborene Sharon Dodua Otoo lebt in Berlin, schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“. Mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin“ gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Unter den Zuhörern im Theater Kosmos waren Buchhändler Andreas Grabher, Ingrid Nachtschatt, Sigrid Schwey, Werner Brönnimann, Klaus Lutz, Sabine Kolbitsch, Regisseur Augustin Jagg und Schauspieler Suat Ünaldi. Es moderierte Ingrid Fürhapter vom F.-M.-Felder-Archiv. yas





