Gewichtige Kooperation bei Müllentsorgung

ASZ Walgau West öffnet offiziell am 29. Oktober seine Pforten.
Frastanz Mit dem neuen Altstoffsammelzentrum Walgau West in Frastanz bieten die acht Gemeinden Düns, Dünserberg, Frastanz, Göfis, Röns, Satteins, Schlins und Schnifis in Zusammenarbeit mit der Firma Loacker Recycling künftig ein neues Entsorgungsangebot für die Region an.
40 Stunden in der Woche geöffnet
Die bereits bestehende Anlage – es war also kein Bodenverbrauch mehr nötig – wurde entsprechend dem Nutzen der Kunden adaptiert. Ab kommenden Freitag, dem 29. Oktober, können 35 verschiedene Abfall- und Wertstoffsorten während 40 Stunden in der Woche abgegeben werden. Einzige Bedingung ist der Besitz einer ASZ-Karte, diese kann bereits jetzt online unter www.asz-walgauwest.at, in den diversen Gemeinden oder aber jederzeit auch vor Ort im neuen Altstoffsammelzentrum beantragt werden. Über diese Karte erfolgt die Abrechnung, die Tarife orientieren sich an den Vorgaben des Gemeindeverbandes.
In den ersten Wochen und Monaten wird das Service-Team verstärkt vor Ort sein, um den Bürgern das System zu erklären. Bestehen bleibt weiterhin und parallel die Abholung von Rest- und Bioabfallsäcken, Sperrmüll und dem gelben Sack, je nach Abfallkalender der einzelnen Gemeinden.
Vorteile für Gemeinden und Bürger
Bei der Vertragsunterzeichnung und offiziellen Eröffnung waren alle acht Bürgermeister der beteiligten Gemeinden vor Ort und verschafften sich persönlich ein Bild von der Anlage. Standortbürgermeister Walter Gohm betonte die Bedeutung von Kooperationen und den Servicegedanken, der im Vordergrund steht. Das Altstoffsammelzentrum sei kein Ersatz, sondern eine Erweiterung des bestehenden Angebots.

Walter Rauch, Obmann der Leader-Region Vorderland-Walgau-Bludenz und Bürgermeister von Dünserberg, strich den großen Mehrwert für die Region und den wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz heraus. Gerold Mähr, Bürgermeister von Düns, ergänzte, dass gerade für kleine Gemeinden die stetig wachsenden Aufgaben eine enorme Herausforderung darstellen, nun die Kommunen zumindest etwas entlastet und gleichzeitig der Service für die Bürgerinnen und Bürger erhöht werde. Doch auch in Sachen Sicherheit gebe es deutliche Verbesserungen, wie Michael Ammann, Bürgermeister von Röns, ausführte. Mussten Problemstoffe bisher über längere Zeit zu Hause gelagert werden, können sie nun nahezu jeden Tag direkt abgegeben und auch professionell entsorgt werden.
Harald Koschier vom Vorarlberger Umweltverband sieht den vor 15 Jahren erstellten Masterplan zur Errichtung von Altstoffsammelzentren im ganzen Land zwar zu 80 Prozent erfüllt, die Herausforderungen in Sachen Abfall, Mülltrennung und Umweltschutz aber weiter als enorme Aufgabe. CEG