Panne im Impfzentrum Bregenz

Vorarlberg / 15.10.2021 • 16:20 Uhr
Panne im Impfzentrum Bregenz
Mit der regulären Öffnung lief dann alles wie am Schnürchen. VN/Steurer

Rund 80 Personen standen vor verschlossener Zelttür.

bregenz Der Impftag in Bregenz begann mit einer Panne. Rund 80 Personen standen am Freitagvormittag vor einem verschlossenen Zelt. Der einfache Grund: Das Impfzentrum öffnete erst um 13 Uhr, die Impfwilligen wurden aber schon früher einbestellt. Sie waren im Messepark erstgeimpft und für den zweiten Stich in die Impfstraße nach Bregenz eingeladen worden, allerdings ohne den Betriebsbeginn am Nachmittag zu berücksichtigen. Ein Zettel an der Tür wies die Impflinge darauf hin, wo sie sich am gleichen Tag noch impfen lassen können. Die meisten zog es dann offenbar zurück in den Messepark. 

Angebot versus Bedarf

Rund 2000 Personen haben sich laut Robert Spiegel, Covid-19-Koordinator der Ärztekammer, für das am Donnerstag gestartete Impfwochenende in Bregenz angemeldet. Im Einsatz sind 16 Ärzte sowie 25 Personen, die Spritzen aufziehen und die An- und Abmeldungen erledigen. In den kommenden Wochen sind die Impfstraßen in Bregenz und Nenzing vorläufig nur an den Samstagen besetzt. Am 23. Oktober und 4. November öffnet noch einmal Bregenz, am 11. November steht das Impfzentrum in Nenzing zur Verfügung. Eine weitere Option ist, die Impfstraße in Bregenz während der ganzen Woche von 18 bis 20 Uhr zu besetzen. “Das Angebot wird dem Bedarf angepasst”, erklärt Spiegel. 

Was die Auffrischungsimpfungen betrifft, spricht der Mediziner von einer sehr guten Akzeptanz. Besonders die ältere Bevölkerung sei stark daran interessiert, den Schutz gegen das Coronavirus aufzufrischen. Bislang seien etwa 6000 dritte Stiche verabreicht worden. Viel laufe bei den Drittimpfungen über die Hausärzte in den niedergelassenen Praxen.

Ein Thema ist auch die als Einmalimpfung angepriesene Immunisierung mit Johnson&Johnson, die auf Anraten des Nationalen Impfkomitees nun doch mit einer zweiten Dosis verstärkt werden sollte. Geschuldet ist dies der Delta-Variante. “Es gibt immer wieder Anfragen, die Leute lassen sich aber meistens von der Notwendigkeit überzeugen”, bestätigt Spiegel.