Mesnerstüble feierte Jahreszeitenwechsel

Vorarlberg / 13.10.2021 • 19:24 Uhr
Wie im Sommer mit der Altfrentschen Besetzung, wird die St.-Michaels-Kirche zum Auftakt des Herbstprogrammes des Mesnerstübles in Rankweil wieder zur Bühne. <span class="copyright">Verein</span>
Wie im Sommer mit der Altfrentschen Besetzung, wird die St.-Michaels-Kirche zum Auftakt des Herbstprogrammes des Mesnerstübles in Rankweil wieder zur Bühne. Verein

Kultursommer macht Platz für Herbstprogramm ab 17. Oktober.

Rankweil Pünktlich zum Herbstbeginn – mit dem Lichteinfall der Sonne in die Landesgedächtniskapelle – ging das vom Verein Mesnerstüble organisierte Sommerprogramm am Liebfrauenberg seinem Ende zu. Bei „Auf ein Wort“ mit der Regisseurin und Kulturschaffenden Brigitta Soraperra drehte sich viel um ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit den Übergangsstadien des Lebens: Geburt und Tod. Der Abend stand damit sinnbildlich auch im Zeichen der Entwicklungen im und um das Mesnerstüble: der Verein zur kulturellen Belebung des Hauses ist gerade einmal drei Monate alt.

Literatur, Kultur, Gespräche

Seine Geburt in diesem Sommer feierte der Verein Mesnerstüble vielfältig und ausgiebig. Auch den Auftakt in den Sommer machte die Reihe „Auf ein Wort“. Erster Gast war der ehemalige ÖGB-Vorarlberg-Chef Norbert Loacker. Wie die nachfolgenden Gäste Andreas Postner und Mirjam Steinbock berichtete er ausführlich aus seinem Leben und Schaffen. Die Dialoge, die sich bei diesem kleinen und intimen Format auftun, sollen ein Markenzeichen des Mesnerstübles werden und stehen auch bei den Literaturgesprächen „Zwischen den Zeilen“ im Vordergrund – hier standen die Rankweiler Autoren Amos Postner und Reingard Wöß Rede und Antwort.

Musik mit und ohne Regen

Auch die Musik soll im – oder besser gesagt – um das Mesnerstüble nicht zu kurz kommen. An vier Sommersamstagen spielten Musiker an unterschiedlichen Orten am Liebfrauenberg auf. Die „Altfrentsche Besetzung“, die rund 60 Gäste mit ihren modernen Interpretationen alpiner Volksmusik begeisterte, eröffnete den musikalischen Reigen unter dem Kastanienbaum am Platz vor der Basilika. Dem regnerischen Wetter sei Dank fand der zweite Konzertteil in der St.-Michaels-Kirche statt. Bald darauf bot – aufgrund eines Gewitters – die Kirche eine musikalische Herberge für den Singer-Songwriter-Abend mit Guillermo Delis und Ishantu.

Wiederum ein Gewitter machte es im August notwendig, dass die 20-köpfige Gomera Street-Band ihren Auftritt kurzerhand ins Alte Kino verlegen musste. Die Tanzlaune der über 100 Gäste beeinträchtigte dies nicht im Geringsten. Ende August klappte es schließlich: Ein Sommerabend ohne Regen, den die vierköpfige Vorarlberger Jazz-Formation Belomodo zum unvergesslichen Erlebnis für die 80 Gäste zauberte.

Blickwinkel auf den Tod

Was vom Sommer übrigbleibt, ist die Lust auf mehr Kultur und mehr Begegnung am Liebfrauenberg. Mit einem vielfältigen Herbstprogramm will das Team vom Mesnerstüble wichtige gesellschaftliche Themen aufgreifen und vor allem eines: Menschen zusammenbringen. Im Rahmen der Reihe im Herbst wird sich der Verein vom 17. Oktober bis 7. November dem Thema Tod aus verschiedenen kulturellen und religiösen Blickwinkeln annähern.

Los geht geht es am kommenden Sonntag um 15 Uhr mit dem Salingari Ensemble in der St.-Michaels-Kirche. Unter dem Titel „Klangsphären“ werden eigens für das Konzert komponierte Lieder mit Ursprüngen aus dem griechischen Raum von Andreas Paragioudakis präsentiert.

Ein paar Stunden später, genauer gesagt um 17 Uhr, wird dann die Ausstellung „Von den letzten Dingen“ im 1. Stock des Mesnerhauses eröffnet. Sie zeigt Fotos des Monumentalfriedhofes „Staglieno“ in Genua. Texte von Willibald Feinig begleiten die Bilder. An Veranstaltungstagen unter der Woche ist die Ausstellung von 17 bis 22 Uhr und am Wochenende ab 14 Uhr geöffnet.

Weitere Infos zum Herbstprogramm unter www.mesnerstueble.com. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter mesnerstueble@outlook.com erforderlich.