Bilanz der Covid-Kontrollen: Vorarlberger sind keine 3G-Muffel

Nach bereits 417 Schwerpunktaktionen der Polizei bisher nur zehn Anzeigen wegen Verstößen gegen die 3G-Regel.
schwarzach Seit dem 16. September werden von der Polizei in Vorarlberg massiv Kontrollen in Gastronomie- und Handelsbetrieben bezüglich der Einhaltung der 3G-Regel durchgeführt. Die Beamten sind sowohl in Zivil als auch in Uniform unterwegs.
In diesen gerade mal drei Wochen wurden nicht weniger als 417 Betriebe unter die Lupe genommen. In allen Bezirken quer durchs Land. Unter ihnen Pubs, Restaurants und Handelsgeschäfte.
Werden die 2G- bzw. 3G-Regeln eingehalten? Sind die entsprechenden Nachweise zur Hand und wird die Maskenpflicht dort eingehalten, wo sie eingehalten werden muss? Oder führt jemand gar einen gefälschten Impfpass mit sich? All das wird kontrolliert.
Die bisherige Bilanz klingt beruhigend – ja erfreulich, wie Polizeisprecher Horst Spitzhofer gegenüber den VN berichtet kann: „Trotz dieser großen Zahl von Kontrollen mussten in Vorarlberg bisher lediglich zehn Verstöße gegen die Covid-Regeln festgestellt und angezeigt werden.“
Tägliche Kontrollen
Die Schwerpunktkontrollen finden jeden Tag statt. Die Polizeibeamten werden dabei bisweilen auch von Organen der Gesundheitsbehörden, sprich Bezirkshauptmannschaften, begleitet. Bei den bisher 417 Aktionen war das 18 Mal der Fall.
„Mit Fingerspitzengefühl“
„Jeden Tag sind mindestens zwei Betriebe zu kontrollieren“, sagt Spitzhofer. Doch so unerbittlich rigid werde dabei nicht vorgegangen. „Oft reicht auch nur eine Abmahnung. Wenn jemand etwa glaubwürdig erklären kann, dass er den Impfnachweis nur vergessen hat, muss nicht gleich eine Anzeige erfolgen. Wir gehen hier mit sehr viel Fingerspitzengefühl vor“, betont der Polizeisprecher, aber: “außer jemand tut unnötig lästig”.
Keine Nachsicht gibt es jedoch im Falle einer Sicherstellung von gefälschten Impfnachweisen. „Das war in Vorarlberg im Gegensatz zu anderen Bundesländern zwar noch nicht der Fall, aber dennoch führen Beamte des Landeskriminalamts derzeit Schulungen mit der Polizei durch, wie solche Fälschungen erkannt werden können“, informiert Spitzhofer.