Nach fünf Stunden Flug Endstation Wiese

Vorarlberg / 04.10.2021 • 11:12 Uhr
Nach fünf Stunden Flug Endstation Wiese
Pilot Lukas Keibel (21) überstand das Manöver unverletzt und sichtlich gut gelaunt. Hofmeister

Segelflieger aus München zu Außenlandung bei Schlins gezwungen.

Schlins Wegen eines in Not geratenen deutschen Segelfliegers wurde am Sonntagabend gegen 18 Uhr die Polizeiinspektion Satteins alarmiert. Als die Beamten vor Ort eintrafen, stellte sich heraus, dass ein Segelflieger-Pilot eine Außenlandung absolvieren musste.

Doch der Pilot, es handelte sich um den 21-jährige Lukas Keibel aus München, war unverletzt und guter Laune, auch das Flugzeug blieb unbeschadet. Der junge Deutsche war in München gestartet und über fünf Stunden in der Luft gewesen, bis die Reise auf einem Feld zwischen Schlins und Satteins endete. Dieses „Arrival“ sei eigentlich gar nicht von ihm gewollt gewesen, sagte Keibel nach der Landung. Doch die Föhnwetterlage habe ihn bis nach Vorarlberg gebracht. Nun muss der Flieger per Anhänger wieder zum Heimatflughafen in München gebracht werden.

Nach fünf Stunden Flug Endstation Wiese
Die Außenlandung sorgte für einiges Aufsehen.

Keine Notlandung

Eine Außenlandung ist kein außergewöhnlicher Zwischenfall und gilt nicht als Notlandung. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert und solche Manöver werden während einer Schulung zum Piloten eines Segelfliegers sogar auf geeigneten Wiesen geübt. Gemacht wird eine Außenlandung, wenn aufgrund fehlender Thermik kein Flughafen mehr erreicht werden kann.