Dornbirn: Brandinferno beim Steinbruch

Vorarlberg / 30.09.2021 • 10:23 Uhr
Dornbirn: Brandinferno beim Steinbruch
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Lagerhalle bereits in Vollbrand. D. Mathis

Lagerhalle der Baufirma Rhomberg stand aus unbekannter Ursache in Flammen. Vier Personen verletzt.

Dornbirn In der Nacht auf Donnerstag, es war gegen 22.30 Uhr, alarmierte ein Anrainer des Steinbruchareals die Feuerwehr über den Brand einer Lagerhalle. Er berichtete von sichtbarem Feuer und Explosionen.

Als die Feuerwehr Dornbirn mit rund 100 Mann vor Ort anrückte, stand die Lagerhalle bereits in Vollbrand. Aufgrund der Bauweise des Gebäudes beschrieb Einsatzleiter Gerold Hämmerle den Löschangriff als “sehr schwierig”. Laut Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) wurden drei Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht, zudem verletzte sich ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten leicht.

Dornbirn: Brandinferno beim Steinbruch
Löschwasser konnte auch von einem nahegelegenen Bach abgeleitet werden. Vlach

Unklare Brandursache

Die Brandursache war vorerst unklar, man werde Ermittlungen dazu aufnehmen, so die Polizei. Gegen 7 Uhr war die große Halle bereits großteils abgebrochen. In dem Gebäude wurden vor allem Autoreifen gelagert, auch eine Werkstatt war untergebracht. Umstehende Gebäude mussten geschützt werden – in der Nähe befindet sich auch eine Tankstelle.

Dornbirn: Brandinferno beim Steinbruch
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Bauweise des Brandobjektes als schwierig. D. Mathis

Keine Gasflaschen

Laut ersten Informationen waren in der Lagerhalle der Baufirma Rhomberg auch Gasflaschen gelagert, von denen die Explosionen herrührten. Dem widerspricht Rupert Grienberger, Geschäftsführer von Rhomberg-Bau im Gespräch mit den VN: „Hier waren weder Gasflaschen noch sonst irgendwelche Gefahrenstoffe gelagert, die Explosionen dürften wohl von geplatzten Autoreifen herrühren.“

Neben Reifen sei auch sonstiges Material wie Zementsäcke, Besenstiele und sonstige Hilfsmittel für Bauarbeiten gelagert.

„Schaden ist kein Thema“

Die Frage nach dem Schaden und die Folgen für Rhomberg-Bau winkt Grienberger ab: „Das ist kein Thema. Der Betrieb kann auch durch den Brand problemlos weitergeführt werden. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt und wir haben Betriebe, die uns mit dem Materialbedarf für die Baustellen versorgen. Zunächst aber warten wir mal die Ermittlungen zur Brandursache ab. Aber das wichtigste für mich ist noch einmal, dass keine Personen ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wurden und dass es hier keine Gasflaschen gab. Die werden wo anders gelagert.“