Sulner plant Rankweiler Kleinkindbetreuung Markt

Vorarlberg / 22.09.2021 • 16:28 Uhr
Die Beteiligten freuen sich auf den Baubeginn der neuen Kleinkindbetreuung im Zentrum von Rankweil im Frühjahr 2022. <span class="copyright">Marktgemeinde</span>
Die Beteiligten freuen sich auf den Baubeginn der neuen Kleinkindbetreuung im Zentrum von Rankweil im Frühjahr 2022. Marktgemeinde

Gebäude in Y-Form des Architekturbüros Christian Schmölz überzeugte Jury des Architektenwettbewerbs.

Rankweil Das Architekturbüro Christian Schmölz aus Sulz hat sich bei der Sitzung des Preisgerichts für die neue Kleinkindbetreuung Markt in Rankweil gegen 19 andere Projekte durchgesetzt. Bis 2023 sollen in dem neuen Gebäude die aktuell vier Standorte der Kleinkindbetreuung im Ortszentrum untergebracht werden. So werden künftig die Einrichtungen aus dem Zwergahüsle, der Allgemeinen Sonderschule sowie den Kleinkindbetreuungen Vinonma und Graf-Rudi unter einem Dach zusammengefasst. „Es freut mich, dass eine der priorisierten Top-10-Maßnahmen für den Ortskern so rasch in die Umsetzung kommt. Ich gehe davon aus, dass wir im Frühjahr 2022 mit dem Bau starten werden, bis zum Schulanfang 2023 soll das Projekt fertiggestellt werden“, so Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. Die Gesamtkosten belaufen sich nach einer Grobkostenschätzung auf rund 3,6 Millionen Euro.

Außergewöhnliche Form

„Das Siegerprojekt überzeugt durch die Vielfalt der Außenräume sowie der Innenzonen. Der Y-Grundriss vermittelt den Eindruck von drei Gebäuden und erzeugt schöne Blickbeziehungen in verschiedene Himmelsrichtungen“, so ein Auszug aus der Begründung des Preisgerichts. Zudem biete der Entwurf laut Preisgericht eine attraktiv gestaltete Dachlandschaft, durchdachten und rhythmisierten öffentlichen Raum im Zusammenspiel von Grün- und Außenräumen sowie eine behutsame Höhenentwicklung und eine passende Holzfassade. Gebaut werden soll die Kleinkindbetreuung in besagter Y-Form, welche die verschiedenen Gebäudehöhen in der Umgebung aufnehmen, die Ecksituation am Marktplatz fassen sowie den angrenzenden Grünraum einbeziehen soll.

Freiräume und Spielplatz

Das Konzept, das in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektin Gudrun Sturn aus Sulz entwickelt worden ist, sieht maximierte Freiräume vor. Das heißt, die Dächer werden als zusätzliche Flächen genutzt. Auf der Dachterrasse der ersten Ebene ist etwa eine große Sitzbank vor allem zum Vorlesen und gemeinsamen Singen vorgesehen. Eine umlaufende Sitzbank – eingefasst von einer artenreichen Dachbegrünung – ist vor allem gedacht für Morgenkreise oder Teambesprechungen. Auf der zweiten Ebene wird der Dachgarten kindersichere Spielinseln bieten, gerahmt von einem berankten Zaun. Hier können die Kleinkinder in einer weichen, beschatteten Umgebung mit geringen Stufen, kleinen Rampen und Leitern das Krabbeln, Aufstehen und Sitzen lernen. Eine eigene Bahn am Dach lädt zudem zu einer Fahrt mit dem Bobby-Car oder Dreirad sowie zum Herumsausen zu Fuß ein.

Zwei begehbare Grüninseln und Schatten spendende Bäume auf dem gepflasterten Platz schaffen einen Raum für Gespräche und das Elterncafé. Der Naturspielplatz der Kleinkindbetreuung soll zudem einen Zugang zum Spielplatz des Kindergartens erhalten. Der Garten im Erdgeschoß wird durch hohe Pflanzen abgeschirmt. Er soll nicht nur als ruhiges Plätzchen für die Pause der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen, sondern auch für den Mittagsschlaf der Kinder im Freien genutzt werden.

Bienenreich, bunt und essbar

Die bestehenden Bäume bleiben nach Möglichkeit erhalten und werden ledglich mit Neupflanzungen ergänzt. Eine artenreiche und naturnahe Bepflanzung wird für Vielfalt am Grundstück sowie auf dem Dach sorgen, welches als Biodiversitätsdach mit kleinen Bäumen konzipiert ist. Blühende Säume werden die Freibereiche einrahmen. Diese sollen mit Wildblumen wie Salbei, Schafgarbe und Johanniskraut sowie essbaren Früchten und Beeren bepflanzt werden.

Für Interessierte gibt es am Samstag, 25. September, von 9 bis 13 Uhr im Rahmen einer Ausstellung im kleinen Vinomnasaal die Möglichkeit, Genaueres über das Projekt zu erfahren. Der Eintritt ist frei.