VN-Wanderserie: Bei leichter Felskletterei geht es auf den Gipfel des Widdersteins

Vorarlberg / 18.09.2021 • 15:00 Uhr
VN-Wanderserie: Bei leichter Felskletterei geht es auf den Gipfel des Widdersteins
Auf dem Weg zum Gipfel hat man immer wieder schöne Blicke auf die Berge des Bregenzerwaldes, wie hier im Hintergrund auf die Braunarlspitze. Oliver Ihring

Der Dolomit ist griffig und der Weg nach oben kaum ausgesetzt.

Warth-Schröcken Wer gerne beim Wandern Felskontakt haben möchte, ohne dass man dafür anspruchsvoll klettern müsste, für den ist der Große Widderstein die richtige Tour. Kurz nach der Widdersteinhütte fängt es an, felsiger zu werden. Über feinsten Hauptdolomit geht es bis zum Gipfelkreuz.

Unten links sieht man den Parkplatz. Im Hintergrund sind die Mohnenfluh und Braunarlspitze zu sehen. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Unten links sieht man den Parkplatz. Im Hintergrund sind die Mohnenfluh und Braunarlspitze zu sehen. VN/JUN
Der Widderstein. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Der Widderstein. VN/JUN
Die Widdersteinhütte: Hier kann man auf dem Rückweg gemütlich einkehren.<span class="copyright">. VN/JUN</span>
Die Widdersteinhütte: Hier kann man auf dem Rückweg gemütlich einkehren.. VN/JUN

Der Ausgangspunkt unserer Tour ist der Parkplatz am Hochtannbergpass (auf der Bregenzerwaldstraße zwischen Schröcken und Warth). Von dort aus sieht man bereits den Großen Widderstein und damit das Ziel. Auf der anderen Straßenseite geht es auf einem Wanderweg über Wiesen hoch zur Widdersteinhütte. Im Sommer grasen hier die Kühe. Auf der Widdersteinhütte kann man nach der Tour entspannt einkehren, denn von dort aus ist es bis ins Tal hinunter nicht mehr weit (circa eine halbe Stunde). Bei der Widdersteinhütte halten wir uns links. Bis zur nächsten Kreuzung queren wir das Plateau unterhalb des Felsmassivs. Von hier aus hat man bereits eine schöne Sicht auf die Berge des Bregenzerwaldes wie die Braunarlspitze und das Karhorn. An der Kreuzung halten wir uns rechts.

Auf dem Weg nach oben. <span class="copyright">Oliver Ihring</span>
Auf dem Weg nach oben. Oliver Ihring
Landschaftlich ist die Gegend ein Traum. <span class="copyright">Oliver Ihring</span>
Landschaftlich ist die Gegend ein Traum. Oliver Ihring
Das Karhorn. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Das Karhorn. VN/JUN
Ab hier wird es felsiger.  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
Ab hier wird es felsiger. Oliver Ihring

Jetzt kommt der schwierigere Abschnitt. Über Felsen aus Dolomit steigen wir hoch zum Gipfel. Am Anfang noch geröllig, wird das Gestein mit Zunahme der Höhenmeter fester und griffiger. Der Weg ist weder schwer noch ausgesetzt, jedoch führt dieser durch eine steinschlaggefährdete Rinne, weshalb es ratsam ist, einen Helm aufzusetzen. Ab und an braucht man auch die Hände, weshalb der Felssteig bis zum Gipfel in der leichtesten Kletterstufe (UIAA 1) angegeben ist. Oben am Gipfelgrat angekommen, muss man diesen einige Meter nach Osten queren, um zum Gipfelkreuz zu gelangen. Doch auch der Grat ist gut zu gehen, breit genug und nur nach Norden etwas ausgesetzt.

Ab und an braucht man auch die Hände.<span class="copyright">  Oliver Ihring </span>
Ab und an braucht man auch die Hände. Oliver Ihring
Der Weg ist weiß-blau-weiß markiert.  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
Der Weg ist weiß-blau-weiß markiert. Oliver Ihring
Oben auf dem Grat. Links sieht man den Weiterweg zum Südwestgipfel des Widdersteins.  <span class="copyright">Oliver Ihring</span>
Oben auf dem Grat. Links sieht man den Weiterweg zum Südwestgipfel des Widdersteins. Oliver Ihring

Vom Gipfel aus reicht der Blick bis zum Bodensee, ins Allgäu, Kleinwalsertal und in den Bregenzerwald. Mit 2533 Metern zählt der Große Widderstein zu einem der höchsten Berge im Bregenzerwald. Der Abstieg erfolgt auf gleichem Wege wie der Aufstieg. Jedoch kann man hier noch einen kleinen Abstecher auf den Südwestgipfel des Widdersteins machen (an der Stelle, wo es hinunter in die Rinne geht, auf dem Grat einfach geradeaus weitergehen).

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Die Aussicht von hier oben ist gigantisch. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Die Aussicht von hier oben ist gigantisch. VN/JUN
Unten im Tal liegt schon Oberstdorf. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Unten im Tal liegt schon Oberstdorf. VN/JUN
An schönen Tagen ist hier oben am Gipfel viel los.  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
An schönen Tagen ist hier oben am Gipfel viel los. Oliver Ihring
Am Gipfelkreuz angekommen. <span style="color: rgba(111, 111, 111, var(--text-opacity)); font-size: 0.75rem; text-transform: uppercase;"><span class="copyright">Oliver Ihring</span></span>
Am Gipfelkreuz angekommen. Oliver Ihring

Den Großen Widderstein kann man auch von Baad aus bezwingen und/oder diesen umrunden. Auf der privat geführten Widdersteinhütte kann man zudem für eine Zweitagestour übernachten. Von Baad würde der Weg an der Bärgunthütte und Hochalpe vorbei auf den Gipfel führen. Auf der Rücktour kommt man dann an der Widdersteinhütte und in weiterer Folge an der Oberen Gemstalalpe und Hinteren Gemstalalpe vorbei. Der kürzeste Anstieg ist aber vom Hochtannbergpass mit rund zwei Stunden.

Der Abstieg ist der gleiche wie der Aufstieg.  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
Der Abstieg ist der gleiche wie der Aufstieg. Oliver Ihring
Wechselspiel aus Wolken und Sonne. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Wechselspiel aus Wolken und Sonne. VN/JUN
Blick Richtung Tirol.<span class="copyright"> VN/JUN</span>
Blick Richtung Tirol. VN/JUN

An der ersten Kreuzung unterhalb des Felsmassivs kann man noch einen kleinen Rundweg einschlagen. Dazu geht man rechts weiter, anstatt links zur Widdersteinhütte. Nach dem Seekopf passiert man die Hochalpe, bei der es dann wieder hinunter zum Parkplatz am Hochtannbergpass geht. VN-JUN

Widderstein

Gehzeit 4 Stunden

Kilometer circa 6

Höhenmeter 870

Einkehrmöglichkeiten Widdersteinhütte

Sonstiges Helm wegen Steinschlaggefahr empfehlenswert

Leichte Felskletterei  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
Leichte Felskletterei Oliver Ihring
Das Gestein ist aber griffig.  <span class="copyright">Oliver Ihring </span>
Das Gestein ist aber griffig. Oliver Ihring