Volle Intensivbetten in Vorarlbergs Spitälern

„Wir haben die letzten ein, zwei Wochen als intensive Wochen erlebt“, betont Intensivmediziner Dr. Wolfgang List in „Vorarlberg LIVE“.
Wie ist derzeit die Situation auf Vorarlbergs Intensivstationen?
Am Wochenende hatten einige Vorarlberger Krankenhäuser bereits alle reguläre Betten der Intensivstationen belegt und stockten die Kapazitäten entsprechend auf. Derzeit seien in Feldkirch, deren Intensivstation List vorsteht, nur noch zwei bis drei Betten frei. Regulär hat Vorarlberg 52 Intensivbetten mit passendem Personalkonzept. Darüber hinaus gibt es verschiedene Eskalationsstufen mit mehr Betten – bei gleicher Personalsituation. Die Situation sei daher bereits jetzt entsprechend arbeitsintensiv für die Pflegekräfte und Ärzte auf den Vorarlberger Intensivstationen.
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Wie viele Covid-Patienten sind derzeit auf der Intensivstation? Wie viele davon sind geimpft?
Am Donnerstag waren noch sechs COVID-Patienten intensivmedizinisch zu behandeln, am Wochenende waren es zehn. Seit Ende Juli waren insgesamt 28 Coronapatienten auf der Intensivstation in Behandlung. Fünf Personen galten als doppelt geimpft, drei von ihnen litten jedoch an einer Immunschwäche, entweder durch eine Vorerkrankung oder durch Medikamente. Für List gelten daher nur zwei Patienten als tatsächlich vollimmunisierte Intensivpatienten.
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Ist die Lage derzeit besorgniserregend?
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Wer liegt derzeit auf den Intensivstationen`?
Auch sonst spüre man Unterschiede. Im Herbst 2020 waren die Patienten meist eher über 70 Jahre alt. Durch die Impfung hat sich der Altersschnitt gewandelt, nur 40 Prozent der Intensivpatienten sind älter als 60 Jahre alt. Zum Glück seien Kinder und Jugendliche bislang kein großes Thema auf den Intensivstationen gewesen. Auch bei Jüngeren zeigt sich, dass Übergewicht eher zu einem schwereren Verlauf führe, warnt List vor einem Unterschätzen des Risikos.
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Risiko für Schwangere? Sollen sich Schwangere impfen lassen?
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Wie ist die Personalsituation in der Intensivmedizin? Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern?
Entsprechend blicke man als Intensivmediziner mit einem gewissen Frust auf die stockende Impfquote, räumt List ein. In den Spitälern sind 90 Prozent der Mitarbeiter geimpft, die Schutzmaßnahmen sind erprobt und bewiesen. Entsprechend sicher dürfe man sich fühlen. Die Impfung sei die bessere Variante als Lockdowns und Masken, blickt List nach Dänemark.
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Ist der dritte Stich beim Krankenhauspersonal schon ein Thema?
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Das ganze Interview zum Nachsehen
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(VN/rau)