Schulserie: Eine Polizistin mit viel Herz für Kinder

Vorarlberg / 10.09.2021 • 09:00 Uhr
Schulserie: Eine Polizistin mit viel Herz für Kinder
Darin Würbel lehrt die Kinder nicht nur das richtige Verhalten im Straßenverkehr, sondern auch noch andere Dinge. Polizei

Bei Karin Würbel (39) lernen Kinder das sichere Verhalten auf dem Schulweg.

Bludenz Insgesamt 38 Volksschulen im Walgau und Montafon öffnen am kommenden Montag für die Erstklässler ihre Pforten. Für sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Doch für die Kinder geht es dabei nicht nur ums Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. Sondern auch um das richtige Verhalten auf dem Schulweg. Denn sie müssen raus aus dem behüteten Elternhaus. Raus auf die Straße, wo Gefahren drohen.

Die Kinderpolizei

Die Bludenzer Polizistin Karin Würbel und durchschnittlich rund ein Dutzend ihrer Kolleginnen und Kollegen geben den Kindern dieser großen Region das Rüstzeug dafür mit. Die 39-Jährige, selbst Mutter von zwei Kindern, widmet sich als Polizeibeamtin seit zwei Jahren ausschließlich der Aufgabe der „Kinderpolizei.“ Aus tiefer Überzeugung. Doch dabei geht es ihr nicht nur um das Thema Schulverkehrserziehung. „Im Rahmen des Präventionsprogramms CyberKids vermittle ich den Kleinen auch den gefahrlosen Umgang mit dem Internet, dem Handy und Computer“, sagt sie.

In den nächsten Wochen steht allerdings die Verkehrserziehung in den Volksschulen auf dem Plan. Würbel und ihre dafür eingeteilten Kollegen absolvierten zunächst einmal selbst einen dreitägigen Kurs bei der Landespolizeidirektion in Bregenz, wo Experten der Verkehrsabteilung den Beamten die Grundlagen für diese spezielle Erziehung von Kindern vermittelten.

Bald „rücken“ die Polizisten zum Einsatz in den Klassen der Volksschulen aus. Dann steht eine Stunde Verkehrserziehung auf dem Unterrichtsplan. „Eine halbe Stunde sprechen wir mit den Kids über das Verhalten auf dem Schulweg“, so Würbel, „und dann geht es schon hinaus auf die Straße.“

Schulserie: Eine Polizistin mit viel Herz für Kinder
Schüler mit der Polizei am Schutzweg: Dieses Bild wird in den kommenden Wochen in Vorarlberg öfters zu sehen sein. Hofmeister

Besonders wichtig: die Warnweste

„Was ist das, ein Zebrastreifen?“ Mit solchen und ähnlichen Fragen werden die Kinder vor Ort konfrontiert. Die Wichtigkeit des Tragens der Warnweste wird betont. „Auf Warnwesten legen wir besonders viel Wert. Die Kinder müssen lernen, sich auf dem Schulweg sichtbar zu machen. Besonders vor dem Überqueren der Schutzwege, indem sie die Hand hochhalten und natürlich auch nach rechts und nach links blicken. Man kann nicht oft genug sagen, wie man sich auf der Straße verhält“, betont die professionelle „Kinderpolizistin“.