Für Baustelle wird Verkehr auf den Prüfstand gestellt

Vorarlberg / 07.09.2021 • 17:05 Uhr
Ziel des Testlaufs ist, die Staubildung im Ardetzenbergtunnel möglichst klein zu halten. <span class="copyright">Stadt</span>
Ziel des Testlaufs ist, die Staubildung im Ardetzenbergtunnel möglichst klein zu halten. Stadt

Zur Vorbereitung des Hochwasserschutzprojekts Feldkirch Kapfschlucht wird erneut ein Pilotversuch in Sachen Verkehr durchgeführt.

Feldkirch Die Feldkircher Kapfschlucht ist bei einem starken Hochwasserereignis eine kritische Schlüsselstelle, da durch den Rückstau der Ill die denkmalgeschützte Feldkircher Altstadt samt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern gefährdet werden würde. Mit dem Projekt „Hochwasserschutz Feldkirch Kapfschlucht“ soll dieser Gefährdung in Zukunft vorgebeugt werden.

Neue Verkehrsführung

Das 22 Millionen Euro teure Projekt umfasst die Aufweitung der Kapfschlucht, damit die Ill dort mehr Wasser führen kann. Zusätzlich werden auch die Heilig-Kreuz-Brücke und die Montfortbrücke erneuert. Für die Bauarbeiten, die voraussichtlich im Sommer/Herbst 2022 starten, muss eine neue Verkehrsführung – auch für Busse sowie Rad- und Fußwege – eingerichtet werden. Die Gesamtdauer der Bauarbeiten ist mit insgesamt drei Jahren kalkuliert.

Mit der Sperre der Kapfschlucht geht zwangsläufig einher, dass der Stadtbus ab 2022 für rund zwei Jahre großräumig umgeleitet werden muss. Ziel aller Überlegungen ist eine Staureduzierung im Ardetzenbergtunnel, um Fahrzeitverluste für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) minimieren zu können. Dies ist allerdings nur mittels einer noch stärkeren Dosierung des Zuflusses auf den drei Zufahrtsstraßen zum Tunnel in Fahrtrichtung Zentrum möglich und wird unweigerlich eine verstärkte Staubildung auf diesen Routen zur Folge haben.

Pilotversuch im September

Dafür wird in Kürze, nach einem ersten Feldversuch im vergangenen Herbst, neuerlich ein zwischen der Stadt Feldkirch, dem Land Vorarlberg und dem Verkehrsverbund abgestimmter Pilotversuch gestartet. Ziel des Versuches ist es, die Frage zu klären, ob durch geänderte Ampelsteuerungen der Tunnel weitgehend freigehalten und damit sowohl die Fahrzeitverluste in Grenzen zu halten als auch ergänzende Maßnahmen (z. B. Verlängerung von Busspuren) treffen zu können. Der ÖPNV wird während der Testphase weiterhin regulär über die Kapfschlucht geführt, da die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine Umleitung durch den Tunnel zum Zeitpunkt der Testphase nicht umgesetzt werden können.

Unverfälschte Daten

Die Maßnahmen werden für den Individualverkehr zu Staubildung und Wartezeiten in den Bereichen Hämmerlestraße, Illstraße und Kapfweg führen. Der Pilotversuch ist an drei aufeinanderfolgenden Tagen in den Kalenderwochen 37 bis 39 geplant. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, wird der konkrete Zeitraum des Tests nicht bekannt gegeben, wie die Stadt Feldkirch mitteilt.

Für weitere Fragen, die den Stadtbus betreffen, wenden Sie sich bitte per Mail an Siegfried Burtscher (siegfried.burtscher@stadtwerke-feldkirch.at). Für Fragen, die die Verkehrslichtsignalanlagen betreffen, wenden Sie sich bitte per Mail an das Straßenbauamt unter strassenbau@vorarlberg.at.