Am Leutbühel wird es ernst

Vorarlberg / 01.09.2021 • 12:03 Uhr
Im Apothekergässle kommen die Pflasterseine ebenfalls weg.  <span class="copyright">VN/Sams <br/></span>
Im Apothekergässle kommen die Pflasterseine ebenfalls weg.  VN/Sams

Kommende Woche startet die zweite Etappe der Quartiersentwicklung.

Bregenz Gelb, gelber, Bregenz. Was vor ein paar Jahren am Festspielvorplatz begann und anschließend am Hafenvorplatz, am Kornmarktplatz und in Teilen der Kirchstraße und der Römerstraße fortgesetzt wurde, geht in die Verlängerung. Kommenden Montag (6. September) starten die Bauarbeiten für die zweite Etappe der Quartiersentwicklung Leutbühel. Bis Frühling 2022 sollen dabei der Leutbühel selbst, die Maurachgasse, das Apothekergässle und die Deuringstraße umgestaltet werden. Die Freunde der Pflastersteine um Rudolf Sagmeister, Thomas Rhomberg und Mandy Strasser haben bereits vor Wochen Alarm geschlagen. Ohne Erfolg. Die gelbe Meile wird erweitert. 

Drei von vier

Was im Detail geplant ist: Der Leutbühel, das Apothekergässle und die Deuringstraße bekommen einen gelben Asphalt verpasst. Der Brunnen am Leutbühel wird in Richtung Platzmitte versetzt, außerdem wird ein Baumhain auf dem Platz gepflanzt. Die Maurachgasse ist die einzige der vier Straßen, die nicht eingefärbt wird. Laut Stadt setzt man dort auf eine Kombination aus der bestehenden Pflasterung mit neuen Granit- und Kleinpflastersteinen. Wie Bürgermeister Michael Ritsch vor einigen Wochen den VN erklärte, kommen auch die Pflastersteine aus der Kirchstraße zum Einsatz, in der Mitte ist ein barrierefreier Steg geplant. Weiters wird der Brunnen beim Aufgang zur Oberstadt in die Mitte gerückt und eine Wasserrinne gebaut.

„In der Maurachgasse werden die Pflastersteine aus der Kirchstraße verlegt.“

Michael Ritsch, Bürgermeister

Die Baustelle ist in fünf Baufelder geteilt. Weil auch die Leitungen im Untergrund erneuert werden und die Häuser neue Anschlüsse bekommen, wird überall gegraben. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro brutto. Zwischen 29. November und 10. Jänner sowie am Karfreitag stehen die Baumaschinen still. Die Fertigstellung ist Ende April 2022 geplant. In einer dritten und letzten Etappe geht es um die Anton-Schneider-Straße und die Rathausstraße. Wegen der Anton-Schneider-Straße sind Ritsch zufolge noch im September Gespräche geplant. „Viele wünschen sich den Erhalt der Pflastersteine, da braucht es eine gute Kombination. Den Plan, dort auch alles mit dem gelben Belag zu machen, wollen wir nicht durchsetzen“, erläuterte der Stadtchef unlängst bei „Vorarlberg live“.

Die Quartiersentwicklungsbaustelle ist nicht die einzige Baustelle, die in der Bregenzer Innenstadt für Verkehrsbehinderungen sorgt. Seit 23. August wird die Rathausfassade restauriert und das Rathaus im Innenbereich teilweise umgebaut. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Jahresende. Die Rathausstraße ist bis dahin eine Einbahnstraße. VN-GER