Nach dem Urlaub zum Corona-Test

Rückkehrer machen schon über 30 Prozent der Infektionen aus.
bregenz Die Ferien- und Urlaubszeit neigt sich dem Ende entgegen. Sie hat im Pandemiegeschehen allerdings ihre Spuren hinterlassen. Der Anteil, den Reiserückkehrer am Infektionsgeschehen haben, steigt. Inzwischen liegt er bei deutlich über 30 Prozent, wie das Land erst kürzlich bestätigte. Aus dieser Entwicklung resultiert auch die beharrliche Aufforderung, wonach sich Urlaubsheimkehrer unbedingt am ersten und dritten Tag nach der Rückreise auf eine mögliche Covid-19-Infektion testen lassen sollen. „Es geht darum, die noch gut beherrschbare Infektionslage nicht zu gefährden“, erklärt dazu Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher. „Wir setzen da ganz stark auf die Eigenverantwortung der Bürger“, sagt Rüscher, die außerdem rät, den eigenen Gesundheitszustand nach einem Auslandsaufenthalt grundsätzlich aufmerksam zu beobachten
Positiv heißt Hochladen
Sie empfiehlt, dem Ansinnen zum Coronatest mit einem Wohnzimmertest für zu Hause oder einem kostenlosen Antigentest in einer Teststraße nachzukommen. Im Falle einer positiven Testung heißt es, das Ergebnis auf das Covid-Portal hochzuladen und mit der Hotline 1450 Kontakt aufzunehmen. Ein darauf folgender PCR-Test dient der Überprüfung. Wie berichtet werden ab 1. September behördlich angeordnete PCR-Tests in allen sieben Teststraßen des Landes angeboten. Ab dem 10. September sollen kostenlose PCR-Tests auch für die Bevölkerung folgen.
„Es geht darum, die noch gut beherrschbare Infektionslage nicht zu gefährden.“
Martina Rüscher, Gesundheitslandesrätin
Daneben werden die Impfangebote weiter vorangetrieben in der Hoffnung, vor einem möglicherweise heißen Coronaherbst doch noch auf eine höhere Impfquote zu kommen. So ist etwa der Impfbus des Landes diese Woche in Dornbirn und Bregenz zu Gast. Morgen, Dienstag, 31. August, und am Mittwoch, 1. September, gibt es jeweils von 11 bis 15 Uhr am Parkplatz der Sparzentrale in Dornbirn-Wallenmahd die Möglichkeit, sich gratis impfen zu lassen. Doch nicht nur die breite Öffentlichkeit ist damit angesprochen, auch die Mitarbeitenden der umliegenden Betriebe sowie deren Angehörige und Freunde sollen, so wünscht es sich Rüscher jedenfalls, diese Chance nutzen.
Spontan und ohne Voranmeldung
Am Freitag, 3. September, steht der Impfbus dann von 14 bis 18 Uhr auf dem Platz der Wiener Symphoniker vor dem Festspielhaus in Bregenz. Am Samstag, 4. September, empfängt das Impfteam von 16 bis 19 Uhr impfwillige Besucher. Martina Rüscher appelliert einmal mehr, vor allem und besonders in Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen: „Mit dem Impfbus kommen wir direkt zu den Menschen, um allen, die spontan und ohne Voranmeldung eine Corona-Schutzimpfung bekommen möchten, die Gelegenheit zu geben.“ Geimpft wird immer, so lange der Vorrat reicht.
Wie bei den vorherigen Terminen, wird auch diesmal der Impfstoff von Johnson & Johnson zum Einsatz kommen (für Personen ab 18 Jahre), der den Vorteil hat, dass schon eine Dosis die Vollimmunisierung (ab dem 22. Tag nach der Impfung) bringt und somit auch die Voraussetzung für den Grünen Pass erfüllt. Impfwillige haben lediglich ihre E-Card und einen amtlichen Lichtbildausweis mitzubringen. Gesundheitslandesrätin Rüscher hofft auf rege Beteiligung und bittet im Falle von Wartezeiten um Geduld und Verständnis: „Je größer die Nachfrage, desto stärker das Signal gegen die Pandemie. Gerade jetzt, da die Infektionszahlen wieder steigen, ist es wichtig, sich und sein Umfeld vor einer möglichen Infektion zu schützen.“
Aktuell sind 70 Prozent der Impfberechtigten im Land teil- und 67 Prozent vollimmunisiert. Weniger gut sieht die Sache bezogen auf die Gesamtbevölkerung aus. Da ergibt sich ein Wert von 61 Prozent bei Teil- und von 58 Prozent von Vollimmunisierten.