Juli-Nächtigungen lassen Tourismus im Bregenzerwald aufatmen

Mit gut 175.000 Übernachtungen wurde ein „fast normales“ Ergebnis im Bregenzerwald verzeichnet.
Egg Der Tourismus im Bregenzerwald hat im Juli den Trend aus dem Juni fortgesetzt und ein Nächtigungsergebnis erzielt, das sich nahe beim Niveau der Jahre vor der Pandemie befindet. Gegenüber Juli 2020 liegt das heurige Ergebnis rund acht Prozent (knapp 16.000 Nächtigungen) zurück. Erklären lässt sich das durch dem Umstand, dass im Sommer 2020 die Lockerungen erst später wirksam wurden und bei vielen Gästen ein spürbarer Nachholbedarf nach massiven Einschränkungen im Mai und Juni zum Tragen kam.
Gewisse Unsicherheit bleibt
Beim Bregenzerwald Tourismus wird die Entwicklung grundsätzlich positiv gesehen: „In Anbetracht der coronabedingten Unsicherheiten, welche nach wie vor großen Einfluss auf das Reiseverhalten der Gäste haben, sind die Juli-Zahlen zufriedenstellend – auch im Vergleich zu den Juli Zahlen vor Corona“, fasst Geschäftsführerin Herlinde Moosbrugger zusammen und vergleicht die Jahre 2017 bis 2019 mit dem Ergebnis vom Juli 2021: „In diesem Zeitraum wurden im Durchschnitt im Juli 185.000 Nächtigungen gezählt, da liegen wir heuer nicht weit davon entfernt.“
Insgesamt über 2020
Kumuliert bedeutet dieses Juli-Ergebnis, dass von Mai bis Juli 2021 ein Plus von fast 25.000 Nächtigungen, das sind gut zehn Prozent, gegenüber der ersten Sommerhälfte 2020 zu Buche steht. Im Detail ergibt sich ein uneinheitliches Bild – deutliche Zuwächse gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 verbuchten Damüls (plus 4100), Schwarzenberg 3400), Au (plus 3300), Hittisau (plus 2900), Mellau (plus 1900) und Sulzberg (plus 1800). Einbußen gab es für Riefensberg (minus 1200), Schröcken (minus 900) oder Egg (minus 500).
Hoffen auf „zweite Halbzeit“
„Das schlussendliche Sommer-Ergebnis wird ganz wesentlich von den August- und dann auch noch von den Herbst-Zahlen abhängig sein“, ist Moosbrugger vorsichtig optimistisch. „Wir hoffen sehr, dass aufgrund der Pandemie-Entwicklung keine Verschärfungen der Maßnahmen (v. a. keine Reisewarnungen) ergriffen werden, damit die Chance auf ein annehmbares Sommerergebnis bestehen bleibt.“
Die Nächtigungsentwicklung ist nicht zuletzt auf neue Hotels bzw. Erweiterungen und Modernisierungen von großen Häusern zurückzuführen, die zum Teil erst verspätet den Betrieb aufnehmen konnten, etwa der neue Biberkopf in Warth oder der Alpenstern.
Einschließlich Teamhotel in Warth wurden allein in diesen beiden Projekte mehr als 45 Millionen Euro investiert.
Beträchtliche Investitionen werden in eine ganze Reihe weiterer Vorhaben getätigt, die bis zum Beginn der Wintersaison in Betrieb gehen sollen – oder wie die Sonnenhof-Apartments in Schröcken schon eröffnet wurden.
Bis zur kommenden Wintersaison sollen auch die teilweise neu gebaute Jägeralpe in Warth, die Adler Apartments in Schoppernau oder auch das Berghaus in Schröcken in Betrieb gehen. STP

