Coronatests dominieren den Schulstart

Vorarlberg / 25.08.2021 • 19:00 Uhr
Coronatests dominieren den Schulstart
Schulschließungen wie im vergangenen Schuljahr sollen vermieden werden.  VN/Rauch

Warnsystem soll Schulschließungen vermeiden.

Wien, Schwarzach Der Schulstart wird zum Testbetrieb. Wenn am 13. September die Schulglocke ertönt, beginnt eine Sicherheitsphase. Wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Mittwoch bekannt gab, wird sie von zwei auf drei Wochen verlängert. Schüler und Lehrer müssen dreimal wöchentlich einen Coronatest absolvieren. Nach drei Wochen beginnt der Schulalltag; zumindest so normal, wie es Corona zulässt. Das Infektionsgeschehen bestimmt über Test- und Maskenpflicht, vor allem bei Ungeimpften.

Nach den ersten drei Wochen wird mit Risikostufen gearbeitet. Je nach Inzidenz, Risiko, Aufklärungsrate, Infektionsgeschehen und weiteren Daten herrscht Stufe eins, zwei oder drei. Sie wird regional unterschiedlich festgelegt. Bis zu dieser risikoadjustierten Inzidenz von 100 gilt Stufe eins, über 200 gilt Stufe drei. Bei Stufe eins sind die Tests für Schüler freiwillig, zudem besteht keine Maskenpflicht. Nur ungeimpfte Lehrer müssen ein Testzertifikat vorweisen, einmal pro Woche mit einem PCR-Test. Man setzt auf Vertrauen, der Schulleiter werde eher nur Stichprobe kontrollieren, heißt es aus der Bildungsdirektion.

Bei Stufe zwei müssen ungeimpfte Schüler dreimal wöchentlich zum Test, einer davon ist ein PCR-Test. So wird es in der dreiwöchigen Sicherheitsphase für alle Schüler und Lehrer sein. Elisabeth Mettauer-Stubler von der Bildungsdirektion erläutert: “Der PCR-Testtag wird wahrscheinlich der Montag. Am Mittag werden die Tests abgeholt und nach Salzburg gebracht, am nächsten Morgen um 7 Uhr sollten die Ergebnisse vorliegen.” Kinder unter zwölf können sich noch nicht Impfen lassen, müssen sich also ab Stufe zwei testen lassen.

Diese Stufe beinhaltet zusätzlich eine Maskenpflicht außerhalb der Klasse. Stufe drei sieht ab der neunten Schulstufe eine solche auch während des Unterrichts vor. Schulveranstaltungen bleiben auch bei Stufe zwei möglich. Für Sport- und Musikunterricht gelten spezielle Regeln, allerdings wird er stattfinden. Quarantäneregeln werden von der lokalen Gesundheitsbehörde bestimmt. Das Ministerium empfiehlt, geimpfte Kinder als K2 zu behandeln. Wie das in Vorarlberg aussieht, soll heute, Donnerstag, auf dem Schulgipfel besprochen werden.

Laut Bildungsdirektion gehe man im Ministerium nicht davon aus, dass man mit Stufe eins starten kann. Eine Sprecherin des Ressorts will sich auf VN-Anfrage aber nicht festlegen: Die Situation in vier Wochen sei noch nicht abschätzbar.