Bilder zum Erspüren und Berühren

Vorarlberg / 23.08.2021 • 16:17 Uhr
Der Vorarlberger Künstler Tone Fink führte die Besucher durch seine Ausstellung „Zeichnungen Bilder Objekte“ im Schloss Amberg. <span class="copyright">Heilmann</span>
Der Vorarlberger Künstler Tone Fink führte die Besucher durch seine Ausstellung „Zeichnungen Bilder Objekte“ im Schloss Amberg. Heilmann

Ausstellung von Tone Fink im Schloss Amberg geht in Verlängerung. Künstler gab Einblicke in sein Schaffen.

Feldkirch Der gebürtige Schwarzenberger Tone Fink zählt durch die unerschöpfliche Vielfalt seines einzigartigen künstlerischen Schaffens zu Österreichs bedeutendsten Künstlern. Umso erfreulicher ist, dass die Ausstellung „Zeichnungen Bilder Objekte“ im Schloss Amberg ein Einblick in sein Werk gewährt und bis 30. November verlängert wird. Noch spannender als die bloße Betrachtung der Kunstwerke ist es, als mit Tone Fink persönlich seine Ausstellungswerke abzuschreiten und dabei hinter den Vorhang ihrer Entstehungsgeschichte zu blicken. Anlässlich der Verlängerung der Ausstellung fand eine Künstlerführung mit Tone Fink im Schloss Amberg statt, die eben dies ermöglichte.

Tone Fink im Künstlergespräch. <span class="copyright">Heilmann</span>
Tone Fink im Künstlergespräch. Heilmann

Versteckte Farben

Fink bezeichnete Kunst einleitend als „ein Vehikel, persönliche Erlebnisse festzuhalten“. So nimmt er sich die Freiheit, spontane Gedankensplitter und bildhauerische Elemente in seine Kunst einfließen zu lassen und auch die Option, Zufälle bewusst zu kultivieren. So verstecken sich hinter einer scheinbaren Monochromität immer wieder bunte Farben, die der Betrachter auf den ersten Blick nicht erkennt. An einem Werk wird gezeigt, dass farbige Kuhfladen auf der Rückseite wie Brandblasen aussehen können. Da seine Werke oft Reliefe erhalten, wünscht er sich auch, dass Blinde sie erspüren können.

Vielseitiges Werk

Künstler Tone Finkmit seinen Gästen. <span class="copyright">Heilmann</span>
Künstler Tone Finkmit seinen Gästen. Heilmann

„Wenn die Hände beschäftigt sind, ist der Kopf frei“, zitierte Fink den Künstler Walter Pichler. Daher entstehen Finks Kunstwerke durchgehend in Handarbeit, und zwar bis hin zu handgeschöpftem Naturpapier. Manchmal ersetzt der Finger auch den Pinsel. „Reißen, lochen, kleben und kratzen“ zählen zu Finks Repertoire. „Verfinkelte Kataloge“ und Unikatbücher gewähren einen Einblick in die grenzenlose künstlerische Vielfalt. Zu den Besuchern der Künstlerführung zählten Marco Spitzar, Claudia Depaoli, Günter Polanec und Petra Benke. Neben Tone Fink freuten sich auch Jutta Scheyer und Matthias Scheyer vom Schloss Amberg über die interessierten Ausstellungsgäste.

Die Ausstellung „Zeichnungen Bilder Objekte“ hat bis Dienstag, 30. November jeweils dienstags von 16 bis 19 Uhr im Schloss Amberg geöffnet. Um Voranmeldung unter info@schlossamberg.at wird gebeten. Zusätzlich wird von der Familie Scheyer ein ARTheurigen am 10., 11. und 12. September jeweils von 14 bis 18 Uhr, mit Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellung, angeboten. HE