Aus Liebe zur Heimat

Vorarlberg / 20.08.2021 • 15:50 Uhr
Hans Thöni wurde vor Kurzem 90 Jahre alt. Der in Ludesch lebende Pensionist hat besonders viel über seine Heimat St. Anton a. A. geschrieben und publiziert.<span class="copyright">Otto Schwald</span>
Hans Thöni wurde vor Kurzem 90 Jahre alt. Der in Ludesch lebende Pensionist hat besonders viel über seine Heimat St. Anton a. A. geschrieben und publiziert.Otto Schwald

Baumeister und Historiker Hans Thöni wurde 90 Jahre alt.

Ludesch Vor Kurzem feierte Baumeister Hans Thöni im Kreis seiner Familie seinen 90. Geburtstag, Anlass genug, auf sein bewegtes Leben zurückzublicken. Der überzeugte Stanzertaler wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert im Vorarlberger Oberland sesshaft, blieb seiner Tiroler Heimat aber auch danach weiterhin aufs Engste verbunden. Vor allem die Geschichte seiner Heimatgemeinde St. Anton a. A. hatte es ihm angetan, und so beschäftigt er sich seit Jahrzehnten historisch und sozialpolitisch mit dieser Region.

Hans Thöni wurde am 14. August 1931 in Innsbruck geboren, verbrachte seine Kindheit in der Folge aber in St. Anton a. A., wo er auch zur Schule ging. Nach der Volksschule und Gymnasium-Unterstufe ließ er sich angesichts seiner Begeisterung für Technik an der Bundesgewerbeschule Innsbruck zum Tiefbau-Ingenieur ausbilden. Nach Abschluss seiner Studien verschlug es den jungen Techniker nach Vorarlberg, wo er sich schließlich dauerhaft niederließ. In seiner Wahlheimat lernte er seine spätere Frau Roswitha kennen und nach der Heirat bekam das Paar vier Kinder: Rainer, Walter, Christoph und Cornelia. Zunächst arbeitete Hans Thöni bei verschiedenen Baufirmen, ehe er sich 1964 als Baumeister selbstständig machte und im Wiesenrain einen eigenen Betrieb eröffnete.

Geschichte liegt ihm am Herzen

Das Baugeschäft allein stellte Hans Thöni auf Dauer aber nicht zufrieden, und da er sich schon immer für Geschichte interessiert hatte, begann er, selbst zu forschen und veröffentlichte erste Artikel im Gemeindeblatt von St. Anton, denn die Geschichte seines Heimatortes lag ihm besonders am Herzen. Ein erster Forschungsschwerpunkt war die Aufarbeitung des Lebens von Ing. Rudolf Gomperz. Seine Publikation wurde später von Felix Mitterer auch literarisch im Drama „Kein schöner Land“ verarbeitet. Neben regelmäßigen Artikeln im Gemeindeblatt veröffentlichte er weitere selbstständige Publikationen zu verschiedenen Themen.

Auch wenn Hans Thöni mit seinen Forschungen in Historikerkreisen zum Teil stark polarisierte, sind seine Arbeiten zur Geschichte des Tiroler Oberlandes äußerst wertvoll, versuchte er dabei doch der Geschichte vor allem seines Heimatortes ein Gesicht zu geben, indem er sich akribisch mit den dort lebenden Menschen auseinandersetzte. SES

Zur Person

Hans Thöni

Geboren 14.08.1931 in Innsbruck

Wohnort Ludesch

Familie Verheiratet mit Roswitha, vier Kinder

Beruf Pensionist, früher Baumeister mit eigenem Betrieb