Regenfälle sorgen für Invasion der Tausendfüßer in Tisis

Tausende Tausendfüßer sorgen für Ekel und Unbehagen in Feldkirch-Tisis.
Feldkirch Starke Regenfälle dürften sie aus dem Erdreich getrieben haben, nun wimmelt es in Tisis von Gartenhaus-Tausendfüßern. Sie fliehen vor dem Wetter in die trockenen Gebäude, klettern Wände und Treppen hoch. Warum sich die Neozoen aus Asien gerade im Süden Feldkirchs so wohl fühlen, ist nicht bekannt. “Wir beobachten das schon seit Jahren”, erklärt Georg Friebe von der inatura. “Es hat sich eine Zeit lang beruhigt, nun sind sie wieder sichtbar.” Der Glashaus-Tausendfüßer kann lang unter der Erde und im Mauerwerk ausharren, Regen und Hagel kann ihn aber heraustreiben. Ein gesundheitliches Risiko stellen die Gliederfüßer nicht dar, bringen aber einen gewissen Ekelfaktor mit sich.

Der inatura-Experte rät, die Gliederfüßer mit Kieselgur auszubremsen. Diese besteht aus den Schalen von Kieselalgen. “Die Kieselalgen sind wie Sand im Getriebe der Tausendfüßer”, erklärt Friebe. Aus Baustellenabsperrband lassen sich außerdem Barrieren machen: Eine Hälfte des Bandes wird mit doppelseitigem Klebeband versehen, die andere Hälfte abgeknickt. So lassen sich für die Gartenhaus-Tausendfüßer unüberwindbare Hindernisse an Wänden errichten, um die ungewollten Besucher aus den Wohnbereichen fernzuhalten.