In Vorarlberg laufen bereits Vorbereitungen für Drittimpfungen

Für die Drittimpfung kommen nur mRNA-Impfstoffe zum Einsatz.
bregenz, wien Nun ist die Katze bezüglich Auffrischungsimpfung aus dem Sack. Wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Dienstag mitteilte, werden für die Drittimpfungen gegen das Coronavirus ausschließlich mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna verwendet. Damit folgt der Bund einer Empfehlung des Nationalen Impfgremiums. AstraZeneca und Johnson & Johnson kommen in der neuen Impfrunde nicht mehr zum Einsatz, wohl aber gehören Personen, die ursprünglich diese Vektorimpfstoffe erhielten, neben Senioren ab 65 sowie Risikopatienten zu den ersten, die im Herbst bzw. Winter geimpft werden sollen.
Neues Anmeldesystem
In Vorarlberg sind die Vorbereitungen für die Drittimpfung schon weit gediehen. Ab November eröffnen zwei Haupt-Impfstraßen, ab September gibt es für die Booster-Impfungen zwecks Überprüfung des Impfstatus ein neues Anmeldesystem. Mit der nun getroffenen Entscheidung, was die verwendeten Impfstoffe angeht, kann Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher ebenfalls gut leben: “Wir setzen die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums selbstverständlich um, denn eine österreichweit einheitliche Vorgangsweise ist hier wichtig”, erklärte sie auf VN-Nachfrage. Es sei alles zu unternehmen, um gut durch den Herbst zu kommen und eine Überlastung des medizinischen Systems zu verhindern. Deshalb würde ab Oktober/November den etwa 20.000 bis 30.000 Personen im Spital- und Gesundheitsbereich die Möglichkeit einer kostenlosen Booster-Impfung angeboten. Es ist weiters vorgesehen, die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie in Spitälern wieder vor Ort zu impfen. Für alle anderen werden Impfstraßen geöffnet, so in Bregenz, Nenzing, Bezau und dem Kleinwalsertal. Diese öffnen Anfang November. Sollte der Andrang groß sein, steht in Hohenems eine weitere Impfstraße bereit. Ebenso besteht weiterhin die Möglichkeit, sich bei niedergelassenen Ärzten impfen zu lassen. “Wir wollen den Zugang so einfach und niederschwellig wie möglich halten.”
Keine Auffrischung bei Jungen
Beginnen sollen die Auffrischungsimpfungen zwischen sechs und neun Monate nach der Vollimmunisierung. Rüscher wünscht sich nach der Zweitimpfung eine Übergangsfrist von drei bis sechs Monaten im Grünen Pass, damit sich Personen um eine Auffrischung bemühen könnten. Bis dato wurde dieses Ansinnen auf dem bundespolitischen Parkett allerdings nicht behandelt. Für die heftig umworbene Gruppe der 12- bis 18-Jährigen wird übrigens vorerst noch keine Auffrischung empfohlen.