Afghanistan: “Kinder werden nie Demokratie erfahren”

Er war einer der ersten Flüchtlinge aus Afghanistan. Bei “Vorarlberg LIVE” gibt Sayed Iqbalzada seine Einschätzung über die Lage in Afghanistan ab.
Die militant-islamistischen Taliban übernehmen in Afghanistan immer mehr Behörden und Ministerien und der Hauptstadt Kabul kehrt nach der Machtübernahme der Taliban ein neuer Alltag ein. Frauen sind auf den Straßen kaum noch zu sehen, die Männer tragen wieder traditionelle Kleidung.
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Sayed Iqbalzada stammt aus Afghanistan. Er und seine Familien waren eine der ersten Flüchtlinge aus Afghanisten, die in Vorarlberg aufgenommen wurden. Der Kontakt mit den Verwandten in Afghanistan findet noch immer regelmäßig über das Handy statt, sagt Iqbalzada am Dienstag bei “Vorarlberg LIVE”.
Kriegsmüdigkeit der Regierung
Viele Menschen in Afghanistan stünden derzeit unter Schock und betrachten mit Sorge die weiteren Entwicklungen. Die Ankündigung der Taliban, weniger radikal und gmäßigter aufzutreten, mache zwar in gewisser Weise Hoffnung, ob dieses Versprechen allerdings hält, sei abzuwarten.
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Das die Machtübernahme durch die Taliban so schnell passiert, hätte niemand gedacht, erklärt Iqbalzada. Den geringen Widerstand der afghanischen Regierung begründet der junge Student mit einer Kriegsmüdigkeit der Afghanen. “Wahrscheinlich hat ihnen einfach die Moral und der Kampfeswille gefehlt”, so Iqbalzada.
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Scharia wird eingesetzt
Den Abzug der USA aus Afghanisten beurteilt der in Bludenz wohnhafte Student kritisch. In Zukunft werde in Afghanisten wohl die Scharia eingesetzt werden und nach islamischem recht gehandelt, vermutet er. “Kinder werden vermutlich nie echte Demokratie erfahren”.
Ob es wieder vermehrt zu Flüchtlingsströmen nach Europa kommt, wagt Iqbalzada nicht zu prognostizieren. Dies hänge wohl hauptsächlich davon ab, wie gemäßigt die Taliban-Führung tatsächlich auftritt.
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(VOL.AT)