Vorarlberger Skilehrerverband zieht bei Impfpflicht nicht mit

Testregime habe sich auch im Coronawinter bewährt.
Schwarzach Es ist zwar noch Sommer, doch die Skilehrer sorgen bereits für Schlagzeilen. Die Teilnahme an Schneesportlehrerausbildungen setzt künftig nämlich eine Coronaschutzimpfung voraus. Das hat der Österreichische Skischulverband beschlossen und sieben Landesskilehrerverbände sind der Entscheidung gefolgt. Nicht mit im Bunde ist der Vorarlberger Skilehrerverband. „Wir haben den Vorschlag diskutiert, dann aber einstimmig beschlossen, ihn nicht umzusetzen, sondern das im Winter praktizierte Testregime für Nichtgeimpfte weiterzuführen“, bestätigt Obmann Conny Berchtold auf VN-Nachfrage und verweist auf die im Coronawinter durchgeführten Ausbildungskurse. „Der Weg des konsequenten Testens hat sich bewährt.“ Zudem würde eine Impfpflicht möglicherweise einem Berufsverbot gleichkommen, fürchtet Berchtold.
Sorge wegen Mutanten
Die Vertreter des Österreichischen Skischulverbandes argumentieren, dass nur mittels Impfpflicht die ordnungsgemäße und sichere Abhaltung von Kursen gewährleistet werden kann. „Die aktuelle Entwicklung des Coronavirus mit immer wieder neuen Mutanten zeigt uns, dass wir für die kommende Ausbildungssaison ausreichende Sicherheitsmaßnahmen treffen müssen“, ließ Richard Walter, Präsident des Österreichischen Skischulverbandes, in einer Aussendung mitteilen, wo er auch betont: „Mit der Einführung der Impfpflicht sehen wir die einzige Möglichkeit, ab Herbst 2021 die Ausbildungslehrgänge durchführen zu können.“ Mit dem Entschluss der Impfpflichteinführung ergebe sich zudem der positive Effekt, dass die Verbände den Skischulen Schneesportlehrerinnen und -lehrer zur Verfügung stellen könnten, die bereits eine Corona-Schutzimpfung nachweisen können. Vizepräsident Gerhard Sint ergänzt: „Es gibt auch die klare Empfehlung des Skischulverbandes, an allen Skischulen in der kommenden Wintersaison nur geimpfte Schneesportlehrer einzustellen, um auch den Gästen größtmögliche Sicherheit zu gewähren.“
Konsequenzen für die Praxis
Laut Conny Berchtold wollte der Österreichische Skilehrerverband mit der Einführung der Impfpflicht bei Ausbildungskursen vorangehen und ein Zeichen setzen. „Die Entscheidung blieb aber den Landesverbänden überlassen“, erklärt Berchtold. Er persönlich hätte die Empfehlung mittragen können. Auch im Ausschuss sowie bei den Ausbildnern, die in die Diskussion einbezogen worden waren, fanden sich positive Stimmen für eine Impfpflicht. Schlussendlich fiel der Beschluss, aus dem Verbund der anderen Verbände auszuscheren und beim Testen zu bleiben, jedoch einstimmig aus. Das bedeutet für die Praxis: Nichtgeimpfte, die als Schneesportlehrer tätig sind oder eine Ausbildung dazu machen wollen, müssen sich weiterhin regelmäßig und konsequent auf das Coronavirus testen.