Sommerschule-Start in zwei Wochen – immer noch Lehrer gesucht

Für 100 Schüler bräuchte die Vorarlberger Bildungsdirektion noch dringend Unterrichtende.
Bregenz Nicht alle in der Bildungsdirektion können so zufrieden sein wie Monika Steurer (56). Die für Hohenems und Dornbirn zuständige Schulqualitätsmanagerin hat ihre Rekrutierung von Lehrpersonen für die Sommerschule erfolgreich beendet. 34 Unterrichtende hat sie insgesamt werben können. “Damit sind alle neun Standorte mit insgesamt 450 angemeldeten Schülern versorgt”, meldet Steurer Vollzug. Einschränkung: “Es darf jetzt natürlich nicht zu irgendwelchen Ausfällen kommen.”
Bunter Mix an Lehrkräften
Es war für die Expertin für Sprachförderung allerdings ein hartes Stück Arbeit, bis sie ihren Bereich abdecken konnte. “Ich habe zuerst die Schulleiter an den vorgesehehen Standorten angerufen. Die konnten mir bereits einige Pädagogen nennen. Danach haben wir pensionierte Lehrkräfte gezielt angesprochen. Schließlich bekamen wir auch noch Lehramtsstudenten.” Jetzt hat Steurer für Donbirn und Hohenems eine spannende Pädagogengruppe in Bereitschaft: 20 aktive Lehrpersonen, zehn Studierende und vier Pensionisten.

“Vor allem die pensionierten Lehrer hatten viele Frage: Was müssen sie unterrichten? Nach welchem Lehrplan? Mit welchen Methoden? Doch sie waren bald davon überzeugt, dass sie es schaffen werden. Schließlich hätten sie viel Erfahrung, war der Grundtenor”, berichtet Monika Steurer von ihren Gesprächen.
“Die Pensionisten hatten viele Fragen. Doch am Ende waren sie davon überzeugt, dass sie es schaffen werden.”
Monika Steurer, Schulqualitätsmanagerin
Vorbereitungskurse an der PH
Sehr positiv auf die Anwerbung von Lehrkräften hat sich laut Steurer der VN-Bericht über den pensionierten Lehrer Michael Bartenstein, der sich für die Sommerschule zur Verfügung stellt, ausgewirkt. “Wir haben daraufhin einige Anrufe erhalten und Lehrer gewinnen können”, freut sich Steurer.
Geworben, und nicht nur das, wurde auch an der Pädagogischen Hochschule. Dort gab es für die an der Sommerschule interessierten Lehramtsstudenten sogar extra Vorbereitungskurse.
Froh ist die Schulfunktionärin darüber, dass das Ministerium seine zentralen Vorgaben letztlich aufgelockert hat. “Es ging da um die Zuweisung zu den verschiedenen Standorten. Da war es schon gut, dass wir regionale Spielräume erhielten”, erzählt Steurer.
Start in zwei Wochen
Eine vorläufige Zwischenbilanz des Sommerschule-Angebots für ganz Vorarlberg zieht Andreas Kappaurer (60), pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion. “Wir halten derzeit bei 2300 Schülern an 55 Standorten. 50 angemeldete Schüler haben ihre Anmeldung zurückgezogen, dafür konnten wir 50 andere Kinder aufnehmen. Es fehlen uns aber immer noch Lehrer für 100 Schüler. Davon sind 50 Prozent Volksschüler, 40 Prozent Mittelschüler und zehn Prozent AHS-Unterstüfler.”
Die Suche nach Lehrerpersonal gehe indes weiter. “Wir suchen, bis die Sommerschule startet. Ich stehe für jeden Interessenten gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung”, rührt Kappaurer die Werbetrommel. Die Sommersschule startet in zwei Wochen.