Ein LKH-Jahr für die Annalen

Corona als große Herausforderung für
das Landeskrankenhaus Rankweil.
Rankweil Die extremen Auswirkungen der weltweiten Coronapandemie auf das Gesundheitswesen spiegeln sich auch im Jahresbericht 2020 des scheidenden Verwaltungsdirektors des LKH Rankweil Franz Freilinger wider. Bemerkbar gemacht hat sich die Coronasituation im Landeskrankenhaus in allen Bereichen. Covid-19 war das Hauptthema – über lange Strecken war es ein einziges Hoffen und Bangen, ob die Betten ausreichen würden. Die Spitalsversorgung kam unter Druck, weil reguläre Betten für Coronapatienten frei gemacht werden mussten, einige Stationen mussten aufgrund der Erkrankung von Mitarbeitenden sogar geschlossen werden und um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wurde in großem Umfang Time Splitting betrieben. Mit anderen Worten: Von den Mitarbeitern des Hauses waren außerordentliches Engagement, Flexibilität, Ausdauer und Verständnis gefordert. Nicht zu vergessen die Patienten, denen – insbesondere durch das Besuchsverbot, aber auch durch das Tragen von Masken – so einiges abverlangt wurde. Nicht zuletzt stellte die Pandemie Einkauf und Lagerhaltung vor nicht gekannte Herausforderungen. Anfangs war eine Verknappung von Masken, Handschuhen, Desinfektionsmitteln und weiteren Krisenartikeln ständiges Thema.
Etwas weniger Patienten
Laufend waren innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen zu Planung und Organisation erforderlich. Die Zugänge in das Krankenhaus mussten neu organisiert, Teststationen und Impfstraßen errichtet werden. „Aufgrund des hohen Einsatzes von allen konnte dieses so anspruchsvolle Jahr 2020 aber sehr gut gemeistert werden“, kann Freilinger rückblickend bewerten.
Obwohl coronabedingt im vergangenen Jahr weniger Patienten im Landeskrankenhaus behandelt worden sind, konnten insgesamt 90.744 Belagstage (ein Minus von 10 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019) und 6041 Patientenaufnahmen (ein Minus von 672 Personen im Vergleich zu 2019) verzeichnet werden. Der Hauptschwerpunkt lag – wie schon die Jahre zuvor – in den medizinischen Teilbereichen Neurologie und Erwachsenenpsychiatrie. Nicht außer Acht gelassen werden darf, dass das Spitalsleben auch abseits von Corona weiterging – mit durchaus positiven Aspekten. So konnten Ende 2020 die Verhandlungen zur Bewilligung der Bauarbeiten für die neue Erwachsenenpsychiatrie abgewickelt werden. In einer ersten Bauetappe soll diese bis Ende 2025 hinter dem Neurologiegebäude als neuer Gebäudekomplex entstehen. Ab 2024 werden weitere Neubauten dazukommen – unter anderem eine Tiefgarage und eine neue Kinder- und Jugendpsychiatrie. Und last but not least durfte das Haus zum wiederholten Male die Auszeichnung zum familienfreundlichen Betrieb entgegennehmen. „Ich darf mich dazu bei den engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Krankenhauses und bei meinen Kollegen in der Krankenhausleitung recht herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanken“, blickt der ehemalige Verwaltungsdirektor in seinem Jahresbericht zurück. MIMA