Ausbaupläne für Kinderbetreuung im Land

Vorarlberg / 13.07.2021 • 14:20 Uhr
Viele Eltern brauchen auch im Sommer eine Betreuung für ihre Kinder. Das Betreuungsnetz soll in Vorarlberg weiter ausgebaut werden. <span class="copyright">VN/Kager</span>
Viele Eltern brauchen auch im Sommer eine Betreuung für ihre Kinder. Das Betreuungsnetz soll in Vorarlberg weiter ausgebaut werden. VN/Kager

Planbarere Ausbauschritte in Zusammenarbeit mit Gemeinden sollen Quantität und Qualität des Angebots erweitern.

Bregenz Wie wichtig die Elementarpädagogik mit allen Betreuungsmöglichkeiten für einen hochentwickelten Wirtschaftsstandort ist, wurde niemals klarer als während der Coronakrise. Darin sind sich Landeshauptmann Markus Wallner (53, ÖVP) und Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (60, ÖVP) einig. 81,4 Millionen Euro gab das Land Vorarlberg im Jahre 2020 im Bereich der Elementarpädagogik aus, davon entfielen 2,57 Millionen auf zusätzliche Förderungen aufgrund der Covid-Pandemie. Diese dienten zur Reduzierung der Elternbeiträge während des Lockdowns und während der Sommerferien, zum anderen erhielten die elementarpädagogischen Einrichtungen Abgeltungen für entgangene Elternbeiträge.

Hohe Betreuungsquoten

2020 wurden in Vorarlberg elf Kindergarten- und neun Kinderbetreuungsgruppen mit zusammen 361 Betreuungsplätzen neu geschaffen. Die derzeitige Gesamtkapazität der Kinderbetreuung: 16.800 betreute Kinder in 256 Kindergärten, 157 Kinderbetreuungseinrichtungen, 49 Spielgruppen und bei 56 Tageseltern. Nahezu alle vier- und fünfjährigen sowie 90 Prozent der dreijährigen Kinder sind in außerfamiliärer Betreuung. Bei den Zweijährigen liegt die Betreuungsquote bei 57 Prozent, bei den Einjährigen bei fast 26 Prozent.

Neues Gesetz in Ausarbeitung

Die Kriterien für künftige Aktivitäten in der Elementarpädagogik fasst Landesrätin Schöbi-Fink in drei Begriffe zusammen. “Weiterer Ausbau der Kapazitäten, Qualitätsverbesserung, Leistbarkeit für Eltern.” Nichts hält Landeshauptmann Wallner von gesetzlichen Verpflichtungen im Bereich Kinderbetreuung. “Wir setzen auf Planbarkeit in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Gesetzliche Vorschriften haben bei diesen Dingen noch nie geholfen.”

“Wir setzen beim Ausbau der Kinderbetreuung auf Planbarkeit in Zusammenarbeit mit den Gemeinden.”

Markus Wallner, Landeshauptmann

In Ausarbeitung ist derzeit ein neues Kinderbildungs-und-betreuungsgesetz, das alle Formen der außerhäuslichen Betreuung von Kindern berücksichtigen soll.

Impfmuffel

Intensiv möchte die Landesregierung in ihrer Impfkampagne vor allem die Elementarpädagoginnen berücksichtigen. Bekanntermaßen liegt die berufsgruppenspezifische Impfquote bei diesen nur bei circa 50 Prozent, während es bei den Kindern keine Testpflicht gibt. Eine Testoffensive für den gesamten Schulbereich kündigt der Landeshauptmann jetzt schon an. “Das wird aufgrund der vielen Urlauberrückkehrer gerade zu Schulbeginn sehr wichtig sein.”