Lustenau: Freundliche Begleitung zur Handysignatur

Im Gemeindeamt Lustenau bemühen sich die Bediensteten und treffen auf neugierige Kundschaften.
Lustenau Heidi Insam gibt sich viel Mühe. „Fragen Sie ruhig, wenn Sie noch etwas wissen wollen. Dafür sind wir da“, sagt sie freundlich, nachdem sie den Bürger noch mit Broschüre und Anleitungszettel versorgt hat. Links und rechts von ihr tun am Freitagvormittag noch Lehrling Adrijana Jonaskovic und Evi Bischof Dienst. Der Andrang ist groß. Vor dem Bürgerserviceraum hat sich bereits wieder eine Schlange gebildet. Das lässt sich nicht vermeiden. Die Instruktionen zur Erlangung einer Handysignatur sind nicht in einer Minute erledigt. Die Antragsteller müssen Formulare ausfüllen. Ein Passwort für die Handysignatur und eines für einen allfälligen Widerruf werden benötigt. Natürlich will auch die Identität überprüft sein. Und dann die Fragen …
Spezielle Herausforderung
Heidi Insam schmunzelt. „Die älteren Menschen tun sich mit der ganzen Abwicklung zur Erlangung der Handysignatur naturgemäß etwas schwerer. Das braucht dann halt auch etwas mehr Zeit. Einige glauben, die Handysignatur sei schon der grüne Pass.“
Für die fleißigen Damen im Bürgerservice bedeutete diese neue Aufgabe selbst eine spezielle Herausforderung. „Wir brauchten natürlich eine Einschulung dafür“, erzählt Insam.
Die Verwirrung
Vor den Amtsräumen warten die Antragsteller geduldig, bis sie an der Reihe sind. Auch Christine Gossner (53) hat sich soeben hinten angestellt, in den Händen alle Unterlagen, die sie für den Erwerb der Handysignatur braucht. „Ich bin froh, wenn ich das erledigt habe. Für mich war es keine Frage, dies zu tun“, meint die aus Feldkirch stammende Dame. Irritierend fand sie die Angaben im Internet, wie sie zu ihrem Grünen Pass kommt. „Also, das war schon verwirrend. Mir war nicht klar, wie das alles genau ablaufen soll“, schildert Gossner ihre Eindrücke.

Riesenandrang
Jürgen Peter (53), der Leiter des Bürgerservice, streut seinen Damen „an der Front“ Rosen. „Was die leisten, ist wirklich bewundernswert. Sie zeigen viel Geduld und arbeiten jeden Tag hart.“
Man sei vom Riesenandrang schon ein bisschen überrascht worden. „Die Leute stehen zeitweilig bis zur Eingangstür. Einige wollen von uns, dass wir ihnen dann gleich auch den Grünen Pass herunterladen. Das geht natürlich nicht“, berichtet Peter.
Gerne drucke man den Bürgern jedoch ihre Impfdokumente aus, wenn diese das wünschen. „Das ist gleich gemacht.“