Matura: Mädchen bleiben sprachlich besser, Buben die besseren Rechner

Vorarlberger Maturanten in der Gesamtbilanz mit einigen bemerkenswerten Höhen und Tiefen.
Wien, Bregenz An den althergebrachten Mustern hat sich nichts geändert: Buben sind die besseren Rechner, Mädchen dafür sprachlich besser. Das gilt für ganz Österreich ebenso wie für Vorarlberg. Insgesamt sind die Maturaergebnisse sehr erfreulich: Die Quote der erfolgreich absolvierten Reifeprüfungen liegt bundesweit an AHS und BHS gleichermaßen bei weit über 90 Prozent. Der Abstand zwischen bestandenen Prüfungen in Deutsch und Englisch zu Mathematik ist geringer geworden.
Dass Mädchen sprachlich besser sind zeigt sich besonders an der Zahl der Sehr gut. An den Gymnasien erreichten 25,2 Prozent der Mädchen in Deutsch ein Sehr gut im Vergleich von nur 18,1 Prozent bei den Buben. In Englisch beträgt das Verhältnis 30 zu 26,4 Prozent zugunsten der Mädchen. Anders in Mathematik, wo 25,2 Prozent der Buben die beste Zensur erhielten, dagegen “nur” 19,6 Prozent der Mädchen.
Unterschiedliche Bilanz
Die Bilanz der Vorarlberger Maturantinnen und Maturanten an den AHS ist unterschiedlich. In Deutsch liegt Vorarlberg bei den Sehr gut mit 15,1 Prozent an vorletzter Stelle (Steiermark top mit 25 %), in Englisch hingegen mit 29,20 Prozent auf Platz zwei. In Mathematik verzeichnet Vorarlberg mit 20,8 Prozent Sehr gut Platz sechs. Bei den Nicht genügend liegt Vorarlberg in Mathe mit 6,0 Prozent an vorletzter Stelle. Nur noch Wien (7,2 Prozent) ist schlechter.
Null Prozent Nicht genügend
Kurios sind einige Vorarlberg-bezogene Zahlen an den berufsbildenden höheren Schulen. Dort liegt das westlichste Bundesland bei den Sehr gut in Deutsch mit nur 12,6 Prozent an letzter Stelle, dafür in Englisch mit 29,9 Prozent am ersten Platz. Hervorragend die Bilanz der heimischen BHS-Schüler auch in Mathematik. Mit 15,3 Prozent Sehr gut mussten sie sich nur den Alterskolleginnen und-kollegen aus Oberösterreich (15,7 Prozent) geschlagen geben.
Nicht weniger kurios der Nicht-Genügend-Bundesländervergleich der BHS-Maturanten. Da liegt Vorarlberg mit 1,7 Prozent Nicht genügend im Fach Deutsch an drittletzter Stelle, während die Nicht-genügend-Statistik im Fach Englisch die unübertroffene Quote von null Prozent (!) aufweist.
“Es ist uns trotz der Pandemie gelungen, einen reibungslosen Ablauf der Matura zu garantieren.“
Heinz Fassmann, Bildungsminister
Fassmanns Fazit
In einer ersten Stellungnahme zog Bildungsminister Heinz Fassmann (66) eine Bilanz zur diesjährigen Reifeprüfung. „Die Noten bei der diesjährigen Matura sind ausgewogener als in den vergangenen Jahren. Sehr gute Schülerinnen und Schüler konnten eher sehr gute Noten erreichen. Es ist uns trotz der Pandemie gelungen, einen reibungslosen Ablauf der Matura zu gewährleisten.“