Pipeline: Verbotsschilder und Suche nach Alternativen

Vorarlberg / 25.06.2021 • 18:00 Uhr
Pipeline: Verbotsschilder und Suche nach Alternativen
VN/RAUCH

Ab Samstag zeigen Sozialarbeiter und Polizei Präsenz.

Bregenz Nach der Sondersitzung des Stadtrats am Donnerstag ist das Bregenzer Seeufer um neue Hinweisschilder reicher: Provisorische Warntafeln an den Zugängen zur Pipeline weisen auf das beschlossene Alkoholverbot hin. Dieses ist vorerst auf drei Wochen befristet, hinzu kommt ein Musikboxenverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Sollten sich die feiernden Seeuferbesucher aufgrund der Einschränkungen in andere Gebiete der Stadt verlagern, sind Ausweitungen der Verbote denkbar.

Außerdem soll die Präsenz von Sozialarbeitern, Uferaufsicht und Exekutive am Seeufer verstärkt und ausgeweitet werden. Diese sind künftig ab dem Nachmittag vor Ort im Einsatz, versichert die Stadt. Zudem soll die Bundespolizei stärker tätig werden. Man wolle dabei auf Dialog und Deeskalation setzen.

Alternative Plätze

Begründet werden die Maßnahmen vor allem mit Sicherheitsbedenken. “Gerade an dem engen Uferabschnitt zwischen See und Bahntrasse kam es immer wieder zu besorgniserregenden Szenen, vor allem in der Nähe des Bahnübergangs und der Gleise. Je höher die Besucherzahl, desto größer das Risiko, dass es zu einer unkontrollierbaren Gefahrensituation kommt“, betont Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ). Er sieht aber einen Bedarf an konsumfreien öffentlichen Orten, vor allem für die Jugend. “Wir überlegen deshalb bereits intensiv die nächsten Schritte für eine Jugendkulturinitiative für diesen Sommer.”

“Das nun umgesetzte Alkoholverbot ist eine Notfallmaßnahme”, betont Jugendstadträtin Veronika Marte (ÖVP). Nun gelte es, weitere Maßnahmen zu setzen, greift sie den Ruf der Anrainer nach einem Verhaltensleitbild für das Seeufer auf. Sie hofft auch auf die Aufklärungsarbeit durch Sozialarbeiter und Polizei vor Ort. Der Idee der Schaffung eines Ausweichortes mit weniger Konfliktpotenzial kann Marte durchaus etwas abgewinnen.