Europa in den Kochtopf geschaut

PFZ-Schüler kochen mit Farben, Ton, Salzteig und Textilien.
feldkirch Im Rahmen eines Double_Check-Projekts, das die thematische Vorgabe „Europa“ hatte, haben die Klasse FÖ2 des Pädagogischen Förderzentrums Feldkirch (PFZF) sowie der Kulturverein ArtCore in Zusammenarbeit mit der Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy untersucht, was die europäischen Nationen so alles kochen und essen. Die Gerichte wurden in der Schule nachgekocht, die Menüs mit unterschiedlichsten Techniken als Objekte nachgebaut und letztlich die Highlights in einem sehr speziellen Kochbuch zusammengefasst. Das Kochbuch und das „Making of“ mit den schönsten Bildern und Objekten werden nun am Dienstag, 29. Juni, um 10 Uhr im Theater am Saumarkt präsentiert.

Lieblingsfach und Thema vereint
Der auslösende Anstoß für das Projekt war eigentlich der Wunsch der PFZ-Klassenlehrerin Johanna Salzmann, die Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy für kreative Workshops mit den Schülerinnen und Schülern des Pädagogischen Förderzentrums Feldkirch zu gewinnen. Aus dieser Anfangsinitiative heraus entwickelte sich die Idee, sich für ein Dou-
ble_Check-Projekt zu bewerben. Dazu holte man noch den Kulturverein Artcore ins Boot, der die Plattform „Kultur-Online“ betreibt. Da das aktuell vom Land ausgeschriebene Double_Check-Thema mit „Europa“ übertitelt war und das Unterrichtsfach „Kochen“ in der Rangliste der beliebtesten Schulfächer im PFZ gleich nach dem Sport an zweiter Stelle steht, war im Zuge einer Brainstorm-Sitzung schnell die Idee geboren, den europäischen Nationen gleichsam in den Kochtopf zu schauen.

Die Kinder durften dabei selbst entscheiden, welche Länder dafür infrage kämen und welche Speisen nachgekocht und in der Folge kreativ visualisiert werden sollten. Nach Rezepten mit anschaulichen Zeichnungen von Gabriele Meier wurden die Nationalgerichte von neun Ländern nachgekocht. Die Schülerinnen und Schüler kauften auch die benötigten Lebensmittel ein und kochten unter Anleitung von Gabriele Meier und Klassenlehrerin Johanna Salzmann die länderspezifischen Lieblingsgerichte nach. Und im Anschluss wurden die Gerichte in Zusammenarbeit mit May-Britt Nyberg Chromy unter Mithilfe von Angelika Erlacher und Ulli Bernatzik-Weißenbach skulptural sowie zeichnerisch und malerisch visuell festgehalten. Dazu kamen die unterschiedlichsten Materialien und Techniken zum Einsatz. Mit Farben, Ton, Papiermaschee, Textilien oder Salzteig wurden die Speisen kunstvoll bildnerisch wiedergegeben. In Kooperation mit Kultur-Online wurde zudem ein Web-Blog aufgesetzt. Für die sehr spezielle gestalterische Umsetzung des Kochbuches ist der Kunstpädagoge und Künstler Wolfgang Herburger verantwortlich.