So viel Fläche wurde 2020 verbaut

Vorarlberg / 24.06.2021 • 19:00 Uhr
So viel Fläche wurde 2020 verbaut
In Vorarlberg wird fleißig weitergebaut. VN/STEURER

Flächenverbrauch im Vorjahr etwas zurückgegangen.

Schwarzach Fast ein Viertel der 2600 Quadratkilometer Vorarlbergs gelten als Dauersiedlungsfläche. Inklusive Verkehrsfläche und anderen Verbauungen verfügt Vorarlberg über einen Versiegelungsgrad von 41 Prozent, wie aus einer Statistik des Bundesumweltamtes hervorgeht. Damit liegt Vorarlberg im Österreichdurchschnitt. Die Geschwindigkeit der Verbauung hat sich allerdings etwas gebremst. Von 2018 bis 2020 wurden 4,6 Quadratkilometer neu Fläche beansprucht, im Vorjahr waren es noch 0,6. Anders gerechnet: 2020 wurden ungefähr 0,2 Hektar Land pro Tag verbaut. Der Durchschnittswert für die vergangenen zehn Jahre liegt bei 0,8 Hektar pro Tag. Österreichweit wurden durchschnittlich 15,1 Hektar täglich verbaut.

Zurückgegangen ist der Wert vor allem bei den Betriebsflächen. Sind 2014 österreichweit noch 30,7 km² verbaut worden, waren es 2020 nur noch 10,6 km². Anders sieht es bei Wohn- und Geschäftsgebieten aus. Nachdem der Zuwachs zwischen 2013 und 2018 stets zwischen 16,1 und 19,7 km² schwankte, stieg der Flächenverbrauch 2019 auf 26,1 km². Im Vorjahr waren es 23 km², also 6,3 Hektar pro Tag. Zum Vergleich: Der Straßenbau beanspruchte 5,5 Hektar täglich. Vor fünf Jahren waren es noch 13,5 Hektar.

Veränderungen haben manchmal nichts mit dem Bau zu tun. Der Rückgang beim Straßenbau liegt laut Umweltbundesamt an der Reklassifizierung: Forststraßen zählen nun zum Wald. Die von der Bahn beanspruchte Fläche schrumpft sogar jährlich. Bannwälder und andere Flächen neben Schienen werden nach und nach den Kategorien Verkehrsrandfläche oder Wald zugewiesen.

Organisationen wie der Verein Bodenfreiheit fordern längst, den Flächenverbrauch in Vorarlberg zu stoppen.