Gewerkschaft wehrt sich gegen Landesrätin

Younion-Chef kontert Rüschers Seitenhieb in Anfragebeantwortung.
Dornbirn Die Gewerkschaft für Gemeindebedienstete Younion ärgert sich über eine Formulierung von Landesrätin Martina Rüscher in einer Anfragebeantwortung. Wie berichtet, veröffentlichte Rüscher eine Liste jener Gemeinden, die über eine Personalvertretung (PV) verfügen. Diese Liste entstammt einer Umfrage des Landes, die auf Betreiben von Younion durchgeführt wurde. Rüscher schreibt: “Offensichtlich hat es die Daseinsgewerkschaft Younion bisher nicht geschafft, zu allen Gemeinden, insbesondere in jenen, die eine PV haben, Kontakt aufzunehmen.” Younion-Vorarlberg-Vorsitzender Thomas Kelterer kontert nun: “Diese Aussage kann ich so nicht hinnehmen, da sie nicht stimmt.” Younion habe schließlich das Land auf den Missstand fehlender Personalvertretungen aufmerksam gemacht.
“Dadurch, dass wir die einzigen Ansprechpartner in dienstrechtlicher Hinsicht sind, stehen wir auch im engen Kontakt mit den PV”, fährt Kelterer fort. Außerdem schule man die Personalvertreter regelmäßig, erst kürzlich die neu gewählte aus Dornbirn. “Von mangelndem Kontakt kann also keine Rede sein.”
Seit 1980 sind Gemeinden ab fünf Angestellten verpflichtet, eine Vertretung einzurichten. Sollten sich keine Interessenten finden, müsste alle vier Jahre eine Wahl ausgeschrieben werden, betont Kelterer. Er ortet große Unwissenheit unter den Bürgermeistern, viele würden das Gesetz nicht kennen. Das Land müsse sie informieren. In vielen Gemeinden funktioniere die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit bestens